Reduzierte Schnittstellen

Aufgrund des modular aufgebauten mechanischen Grundsystems, das aus Linearmotoren, Grundprofil und Laufrollenband besteht, können kundenspezifische Konfigurationen exakt auf die jeweilige Anwendung abgestimmt werden. Die Steuerung von Siemens erlaubt eine vollständige Integration von Steuerungs- und Motion-Control-Aufgaben für das Gesamtsystem und erweitert so ebenfalls die Flexibilität des Werkstückträger-Systems. Neben der Bewegungssteuerung des Transportsystems kann sie die Bewegungskoordination mit anderen servogetriebenen Maschinenmodulen (z.B. Füller oder Kartonierer) übernehmen. Das reduziert die Schnittstellenzahl erheblich und erlaubt eine flexible Integration des kompletten Systems beim OEM. Praktisch ist auch die Integration und übergabefreie Anbindung an die vorhandene Intralogistik zwischen zwangsgeführten und frei beweglichen, individuell kombinierbaren Strecken. An zwei Testanlagen in unterschiedlichen Ausprägungen können Besucher der Hannover Messe (Halle 9, Stand D35 / Halle 15, Stand D07) über zukünftige Anwendungen diskutieren.

Engineering-Prozesse sollen sich künftig intuitiver, schneller und effizienter umsetzen lassen, die einzelnen Automatisierungskomponenten über ein digitales Gedächtnis verfügen: Das sind die Ziele, die Festo im Rahmen des Verbundforschungsprojekts OPAK (Offene Engineering-Plattform für autonome, mechatronische Automatisierungskomponenten in funktionsorientierter Architektur) gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft verfolgt. Um den Engineering-Prozess intuitiver und effizienter zu gestalten, wird in OPAK ein virtuelles Abbild der Produktionsanlage erstellt. So können schon in der Planungsphase alle Abläufe und Funktionen simuliert und getestet werden – noch bevor die Anlage physisch entsteht. Dabei prüft das Engineering-System per Plausibilitätsprüfung, dass nur die Komponenten und Kombinationen ausgewählt werden können, die technisch möglich und sinnvoll sind. Als Voraussetzung für ein solches virtuelles Abbild müssen Komponenten in ihrem integrierten Controller alle zum Betrieb benötigten Informationen mitbringen. In Kombination mit anpassungsfähigen Schnittstellen werden die Komponenten fähig für Plug&Produce: Ähnlich der USB-Schnittstellen am PC, über die sich angeschlossene Hardware direkt beim Hauptrechner anmeldet, sollen sich zukünftig auch einzelne Komponenten selbst in der Produktionsanlage anmelden. Erstes Ergebnis von OPAK ist der Prototyp eines integrierten Stopper-Modul, deren Funktion über eine standardisierte Schnittstelle für andere Systeme zur Verfügung gestellt wird.

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