Wir sind noch mal davongekommen

Besser und treffender hätte ich es selber nicht formulieren können, was mir kürzlich ein befreundeter PR-Manager in seinen Weihnachtsgrüßen schrieb: \“Nach einem für uns alle harten Jahr hoffen wir auf ein besseres 2010.\“ Wohl wahr. Und obwohl die Bundesregierung uns ihr \’Einhundertmilliardenschuldenprogramm\‘ mit dem Hinweis schmackhaft machen will, dass die Krise noch nicht vorbei sei, weisen alle Indikatoren darauf hin, dass wir zurecht hoffen. Die Laune steigt, die Umsätze wachsen wieder, die Konjunktur hat wieder Fahrt aufgenommen, auch in der Automatisierungsbranche. Die Unternehmen Beckhoff und B&R verkünden unabhängig voneinander, dass sie bereits im nächsten Jahr wieder ähnlich stark wachsen wollen wie im Boomjahr 2008. Und so haben wohl nur Berufspessimisten befürchtet, die SPS/IPC/Drives könne einen desaströsen Verlauf nehmen. Das Nürnberger Branchenereignis hat ein durchweg positives Signal gesetzt. Dass die Besucherzahl noch einmal getoppt werden konnte, damit hätten allerdings auch nur wenige gerechnet, wenngleich man dazu sagen muss, dass die Steigerung kaum mehr als ein Prozent beträgt. Aber immerhin: Wachstum! Wer kennt das in diesem Jahr schon? Aber weil nun die Monate kommen, in denen das Desaster der Krise seinen Anfang nahm, beginnen die Vergleiche mit den Vorjahreswerten schon viel besser auszusehen. Und so endet das Jahr versöhnlich, das haben wir uns auch verdient: Beine und Seele baumeln lassen, ausspannen, Bücher lesen, Weihnachtsbesuche und dann die große Sylvesterfeier – vielleicht ein bisschen ausgelassener als im vergangenen Jahr, schließlich sind wir noch mal davongekommen. Ich wünsche Ihnen schöne Feiertage und \“ein besseres 2010\“. Ihr Kai Binder kbinder@sps-magazin.de