Im Januar 2016 sind die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie um 0,6% gegenüber Vorjahr auf 13,4Mrd.E gestiegen. „Damit hat sich das Exportwachstum zu Beginn des Jahres fühlbar verlangsamt“, sagte ZVEI-Finanzexperte Dr. Andreas Gontermann. „Dennoch war dies der bislang höchste Januarwert überhaupt.“ Im gesamten vergangenen Jahr waren die Branchenausfuhren um 6,7% gewachsen und hatten so ein neues Allzeithoch von 174,1Mrd.E erreicht. Die Elektroausfuhren in die Industrieländer erhöhten sich im Januar mit derselben Rate wie die Gesamtexporte auf 8,9Mrd.E. Die Lieferungen nach Schweden (+39,1%) und Japan (+20,6%) legten sehr stark zu. Geringer fiel die Steigerung der Branchenexporte in die Slowakei (+4,9%), nach Großbritannien (+4,3%) und Portugal (+4,0%) aus. Im Gegensatz dazu sanken sie nach Südkorea (-16,3%), Belgien (-9,7%), Dänemark (-7,3%) und Spanien (-7,2%) deutlich. Auch die Exporte nach Frankreich (-5,8%) und in die USA (-0,5%) blieben zu Jahresbeginn hinter ihren entsprechenden Vorjahreswerten zurück. In die Gruppe der Schwellenländer hat die deutsche Elektroindustrie im Januar Exporte im Wert von 4,5Mrd.E und damit 0,7% mehr als vor einem Jahr geliefert. Die größte Dynamik entwickelten hier u.a. die Ausfuhren nach Saudi-Arabien (+38,6%) sowie in die Türkei (+33,3%). Rückgänge verzeichneten im Januar dagegen u.a. die Elektroexporte nach Indonesien (-43,7%), Brasilien (-39,9%) und Mexiko (-18,9%). „Weiter stark rückläufig waren die Ausfuhren nach Russland mit -22% gegenüber Vorjahr auf 175Mio.E“, so Gontermann. „Die Branchenexporte nach China blieben mehr oder weniger auf ihrem Vorjahresniveau von 1,2Mrd.E.“
ZVEI: Exporte der Elektroindustrie wachsen langsamer
ZVEI e.V.
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