… der Applikationssoftware Toolbox Fast?

Lenze FAST
Bild: TeDo Verlag GmbH

Seit 2011 unterstützt Lenze mit der Fast Toolbox Maschinenbauer mit einem praxisnahen Softwarebaukasten, der kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Mit wenigen Klicks lassen sich Grundfunktionen und technologische Eigenschaften integrieren – das reduziert den Engineering-Aufwand erheblich und wurde von Anfang an vom Markt positiv aufgenommen.

Kinematiken aus der SPS realisieren

Bereits 2012 entstanden erste Funktionsbausteine für Konsumgüterlinien. Danach vereinfachten maßgeschneiderte Technologiemodule die Umsetzung spezifischer Anwendungen. Mit Coordinated Motion folgte ein weiterer Meilenstein: Seither lassen sich Roboterkinematiken direkt aus der SPS heraus realisieren – ohne zusätzliche Steuerung oder spezielle Programmiersprachen. Parallel entstand das Application Template als strukturierte Basis für modulare Maschinen.

2018 wurde Fast in den Servo-Umrichter i950 integriert – ein Schritt hin zur durchgängigen Systemarchitektur. Ein Jahr später entwickelte sich die Toolbox zu einem umfassenden Framework weiter, das OT- und IT-Welt nahtlos verbindet. Mit Auto-Tuning wurde die Inbetriebnahme weiter vereinfacht.

Von Dashboarding über Predictive Maintenance bis Rezeptverwaltung

Heute unterstützt Fast auch Edge- und Cloudlösungen – von Dashboarding über OEE bis hin zu Condition Monitoring und Predictive Maintenance. Eine OPC-UA-DI-Schnittstelle und serviceorientierte Architektur sorgen für hohe Interoperabilität. In den letzten beiden Jahren kamen weitere Services hinzu: etwa zur automatisierten Komponentenauflistung oder zur Unterstützung modularer Maschinen mit optionalen und Hot-Connect-fähigen Ethercat-Teilnehmern. Auch abstrahierte, austauschbare Module mit Rezept- und Parametersatzverwaltung sind nun möglich.

Die Toolbox kommt branchenübergreifend zum Einsatz – etwa im Maschinen- und Anlagenbau, in der Intralogistik, Robotik oder Verpackungsindustrie. Die zunehmende Verschmelzung von OT und IT eröffnet neue Potenziale: Low-Code-/No-Code-Ansätze und intelligente Inbetriebnahme-Werkzeuge ermöglichen künftig eine weitgehend automatisierte Inbetriebnahme. Mit der Fast Toolbox hat Lenze eine zukunftsfähige Grundlage geschaffen, auf der sich diese Entwicklungen aufbauen lassen. Die nächste Generation der Automatisierung steht bereits in den Startlöchern.