Auslegung vor und nach Inbetriebnahme
Dieses Szenario betrachtet die Entwicklung von Verbesserungen für geplante Anlagen basierend auf Simulationsdurchläufen. Sie können nicht nur in der Konstruktionsphase erfolgen, sondern auch die Zeit während des Transports der Anlage kann so genutzt werden. Ziel vor dem Gefahrenübergang ist es, eine höhere Qualität der Produktionsanlage zu erreichen und den Hochlauf der Anlage zu beschleunigen. Darüber hinaus ermöglicht der Einsatz von Simulation dabei eine datenbasierte Absicherung von Entscheidungen. Je nach Entwicklungsstadium und spezifischem Projekt können neben typischen Zielgrößen, wie Anlagendimensionen, Puffergrößen und Taktzeiten, weitere Zielgrößen optimiert werden. Wenn die Anpassungen aus einem Projekt auch in weiteren Projekten relevant sind, kann eine Verallgemeinerung und Übertragung in wiederverwendbare Module den wiederholten Aufwand reduzieren.
Operator Training bzw. Bedienerschulung
Durch den Einsatz von Simulationmodellen können Schulungsmaßnahmen durchgeführt werden bevor die Anlage fertiggestellt ist. Auch wenn die Anlage bereits in Betrieb ist, können so Bedienerschulungen ohne Beeinträchtigung der Producktion erfolgen. Das skizzierte Szenario umfasst alle Phasen der Schulung einschließlich Vorbereitung, Erstellung, Durchführung und Nachbereitung. Für die Schulungen können vorhandene Simulationsmodelle aus der VIBN verwendet werden oder neue erstellt werden. Auch bei weiterverwendeten Modellen ist es sehr wahrscheinlich, dass für die Anlagenschulung Anpassungen vorgenommen werden müssen. Im Vergleich zu einer kompletten Neuerstellung von Simulationsmodellen nur für diesen Einsatzzweck reduziert sich jedoch der Gesamtaufwand für die Erstellung der Schulungen erheblich. Typische Schulungsinhalte sind Anlageneinweisungen, Sicherheitsbelehrungen und Schulungen zum Verhalten in Ausnahmesituationen. Durch eine gezielte Befragung des Betriebspersonals kann zudem Verbesserungspotenzial identifiziert werden. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Anpassung oder Erweiterung
Auch bei der Anpassung und Erweiterung bestehender Anlagen ist der Einsatz von Simulation in der Regel sinnvoll, da Eingriffe in den laufenden Anlagenbetrieb und Maßnahmen gezielter und effizienter durchgeführt werden können. Im Gegensatz zur Planung im Greenfield können Kosten und Nutzen von Maßnahmen im Brownfield besser abgeschätzt werden und mit Hilfe von Simulation zuverlässige, datengeschützte Entscheidungen getroffen werden. Die Wiederverwendung von Modellen aus früheren Anlagenplanungen kann den Aufwand reduzieren, es ist jedoch zu beachten, dass Abweichungen zwischen realer und geplanter Anlage berücksichtigt werden müssen. Auch alte Protokolle und Tests aus der ursprünglichen Inbetriebnahme können hier Aufwände reduzieren. Werkzeuge der Testautomatisierung können auch hier unterstützend eingesetzt werden um Aufwände zu reduzieren. Digitale Souveränität in der Automation: Fraunhofer IOSB-INA entwickelt einen KI-Assistenten für die SPS-Programmierung. ‣ weiterlesen
Automatisierung neu gedacht



















