Die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau haben das dritte Quartal mit einem unerwartet guten Monat in ihren Auftragsbüchern abgeschlossen. Im September verbuchten sie ein Orderplus von real 14%, damit resultierte auch für die ersten neun Monate des laufenden Jahres ein Bestellzuwachs von real 5% zum Vorjahr. „Dieses Monatsergebnis basiert wesentlich jedoch auf einem Basiseffekt; der September 2025 war der schlechteste Monat des gesamten Vorjahres. Der aktuelle Konjunkturaufschwung ist noch ein wackeliges Pflänzchen und darf jetzt nicht durch neue Belastungen, etwa einen überhöhten Tarifabschluss, gleich wieder zertreten werden“, mahnt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt.
Das Orderplus im September wurde sowohl durch das Inland als auch durch das Ausland erreicht. Die Inlandsaufträge legten im September um 22% zum Vorjahr zum, die Auslandsbestellungen aus den Euro- und Nicht-Euroländern gleichermaßen um jeweils 11%.
In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres setzte sich das Auftragsplus von 5% aus einem Nullwachstum im Inland und einem Bestellzuwachs von 7% aus dem Ausland zusammen. Die Orders aus dem Euro-Raum blieben in diesem Zeitraum um 5% unter dem Vorjahreswert, aus den Nicht-Euro-Ländern kamen dagegen 13% mehr Aufträge.
Im dritten Quartal verbuchten die Unternehmen insgesamt 4% mehr Bestellungen, das Inland steuerte ein Plus von 5% bei, aus dem Ausland kamen 3% mehr Orders (Euro-Länder: +1%, Euro-Länder: +4%). „Diese Bestellungen machen Mut, dass wir im kommenden Jahr tatsächlich das erhoffte Produktionsplus von 3% erreichen können. In diesem Jahr wird der Maschinenbau dagegen nochmals eine schrumpfende Produktion verkraften müssen“, resümiert Dr. Gernandt.
















