
Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im August gegenüber Juli saison- und kalenderbereinigt um 10,6% gesunken. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang um 0,1% niedriger als im Vormonat. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang von Juni bis August um 1,3% höher als in den drei Monaten zuvor, ohne Großaufträge sank er um 2,6%. Im Juli stieg der Auftragseingang nach Revision der vorläufigen Ergebnisse gegenüber Juni um 3,2% (vorläufiger Wert: +2,5%).
Die negative Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im August ist fast ausschließlich auf den starken Rückgang im Bereich des Sonstigen Fahrzeugbaus (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) zurückzuführen. Der Auftragseingang in diesem Bereich sank gegenüber Juli saison- und kalenderbereinigt um 61,5 %, nachdem er sich im Juli wegen eines außergewöhnlich hohen Volumens an Großaufträgen im Schiff-, Schienenfahrzeug- und Flugzeugbau mehr als verdoppelt hatte (revidiert +129,4% gegenüber Juni).
Bei den Investitionsgütern lag der Auftragseingang im August um 15,3 % niedriger als im Vormonat, bei den Vorleistungsgütern sank er um 2,6 % und bei den Konsumgütern um 7,3 %.
Die Auslandsaufträge fielen im August um 5,4 %. Dabei verzeichneten die Aufträge aus der Eurozone einen Rückgang von 5,4 % und die Aufträge von außerhalb der Eurozone einen Rückgang von 5,5 %. Die Inlandsaufträge fielen um 17,3 %.

Umsatz im August unverändert zum Vormonat
Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe blieb nach vorläufigen Angaben im August saison- und kalenderbereinigt unverändert zum Vormonat (0,0%). Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2025 war der Umsatz kalenderbereinigt 0,9 % höher. Für Juli ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang von 1,4 % gegenüber Juni (vorläufiger Wert: -1,5 %).
















