
Als die Frequenzumrichter-Baureihe i500 von Lenze Anfang 2016 vorgestellt wurde, stand ein Versprechen im Mittelpunkt: ‚Reduziert auf das Wesentliche‘. Gemeint war ein skalierbarer, kompakter und intuitiv handhabbarer Umrichter, der Kunden ein klar strukturiertes und effizientes Antriebssystem an die Hand gibt. Mit ihrem schlanken Aufbau, nur 60mm Breite bis 2,2kW sowie steckbaren Schnittstellen legte die i500-Familie den Grundstein für eine neue Generation flexibler Antriebstechnik. Heute umfasst die Frequenzumrichter-Familie die Schaltschrankgeräte i510 Cabinet und i550 Cabinet, die dezentralen i510 Protec und i550 Protec sowie die neueste Generation dezentraler motor- und wandmontierbarer Frequenzumrichter i550 Motec und i650 Motec.
Vom Einzelgerät zum Systembaukasten
In der Dekade danach wandelte sich die Baureihe i510 und i550 Cabinet zu einem zuverlässigen Umrichter für verschiedene Anwendungen in der Verpackungs- und Textilindustrie, der Fördertechnik sowie in Pumpen, Lüftern und HLK-Anlagen bis zu einem Leistungsbereich von 132kW. Dazu kamen Sicherheitsfunktionen wie STO sowie ein weiter ausgebautes Netzwerkportfolio, das heute CANopen, Modbus RTU, Profibus, Powerlink, Ethercat, Ethernet/IP, Profinet und Modbus TCP umfasst.
Ein Meilenstein in der Weiterentwicklung war die Ergänzung um dezentrale Varianten wie den Lenze Protec und Motec. Diese Geräte ermöglichen die Montage direkt am Motor oder am Maschinenmodul und bieten damit eine Alternative zum klassischen Schaltschrankaufbau. Sie reduzieren Installationsaufwand, sparen Platz, erlauben modulare Maschinenkonzepte – und begegnen damit den Herausforderungen im modernen Maschinen- und Anlagenbau. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Auch funktional wurde die Baureihe kontinuierlich erweitert. Moderne Bremstechnologien, PID-Regler, IO-Link-Funktionen sowie energieeffiziente Regelverfahren wie VFC Eco steigern Betriebssicherheit und Performance. Parallel wurde die Bedienung weiter vereinfacht: Neben dem klassischen Keypad stehen heute Smartphone-Apps und Engineering-Tools wie der Lenze Easy Starter für schnelle Parametrierung bereit. MK|Ware schafft Transparenz in der Fertigung: Maschinenzustände, Auftragsdaten und Rückmeldungen stehen in Echtzeit bereit. ‣ weiterlesen
Shopfloor-Daten sinnvoll nutzen
Vom Umrichter zum intelligenten Antriebsmodul
Der Einsatz von Umrichtern in Pumpen-, Lüfter- oder Förderanwendungen ist inzwischen ein zentraler Hebel für Energieeinsparungen. Denn hier ermöglichen Drehzahlvarianten Einsparpotenziale von bis zu 50 Prozent. Die Lenze i500-Plattform erfüllt seit ihrer Einführung die höchste Energieeffizienzklasse nach DIN EN50598. Der Motec ist standardmäßig mit einer Energierückspeiseeinheit ausgestattet.
Mit Features wie IO-Link-Master-Funktionalitäten, integrierter Logic PLC, sensorloser Positionierfähigkeit, Security oder integrierter Sicherheit (z.B. im Lenze i650 Motec) entwickelt sich die i-Familie zunehmend vom reinen Frequenzumrichter zu einem intelligenten, vernetzten Antriebsknoten. Damit bleibt sie eine zentrale Plattform für moderne Maschinenarchitekturen – auch in der nächsten Dekade.



















