
Im August exportierte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie Waren im Wert von 21,6Mrd.€ ins Ausland. “Indem der damit verbundene Anstieg um 18,4% gegenüber dem Vorjahresmonat erneut deutlich über der bisherigen jahresdurchschnittlichen Wachstumsrate lag, hat sich das Tempo hier zuletzt nochmals erhöht”, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. In den ersten acht Monaten des Jahres beliefen sich die aggregierten Branchenlieferungen ins Ausland auf 185,4Mrd.€ – ein Plus von 10,7% im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Güter nach Deutschland zogen im August ebenfalls deutlich um 19,3% gegenüber Vorjahr an auf 22,6Mrd.€. Von Januar bis August erhöhten sich die Elektroeinfuhren um 9,2% auf 193,0Mrd.€. Damit stiegen sie in diesem insgesamt aussagekräftigeren Zeitraum etwas langsamer als die Ausfuhren.

Die deutschen Elektroexporte in den EU-Binnenmarkt sind im August um 21,2% auf 10,9Mrd.€ gestiegen. Dabei war das Wachstum breit verteilt. So stachen zwar die Lieferungen nach Tschechien (+38,5% auf 1,1Mrd.€) und Polen (+34,5% auf 1,3Mrd.€) hervor. Doch auch die Exporte nach Rumänien (+26,7% auf 531Mio.€), Portugal (+26,2% auf 211Mio.€), Belgien (+25,2% auf 535Mio.€), Ungarn (+24,1% auf 701Mio.€), Schweden (+23,1% auf 440Mio.€) und Italien (+22,8% auf 792Mio.€) legten jeweils um mehr als ein Fünftel zu. Die Ausfuhren nach Frankreich (+16,5% auf 1,2Mrd.€), Spanien (+16,1% auf 726Mio.€), in die Niederlande (+15,4% auf 1,3Mrd.€), nach Österreich (+14,3% auf 866Mio.€) und in die Slowakei (+9,6% auf 242Mio.€) rangierten ebenfalls deutlich über Vorjahr. Lediglich die Exporte nach Dänemark (-4,7% auf 247Mio.€) gaben im August nach. Im bisherigen Jahresverlauf von Januar bis August kamen die deutschen Elektroexporte in die EU auf 101,8Mrd.€, womit sie 17,5% über dem entsprechenden Vorjahreswert lagen.

Auch die Branchenausfuhren in Länder außerhalb der EU legten im August zweistellig zu. Sie wuchsen um 15,6% auf 10,7Mrd.€. Insbesondere konnten die Lieferungen in die USA deutlich gesteigert werden. Die Exporte hierhin beliefen sich im August auf 2,4Mrd.€ – ein Plus von 35,6%. „Tatsächlich war dies jetzt bereits der dritte Monat in Folge mit einem zweistelligen Zuwachs, der die nicht zuletzt zollbedingten Rückgänge aus dem Vorjahr mehr als wettmacht”, so Gontermann. Ebenfalls hohe Zuwachsraten erzielten die Exporte nach Hongkong (+58,9% auf 247Mio.€), in die VAE (+36,6% auf 211Mio.€), nach Malaysia (+29,6% auf 256Mio.€), UK (+24,6% auf 816Mio.€), Brasilien (+22,3% auf 172Mio.€), Japan (+16,3% auf 266Mio.€), in die Schweiz (+11,8% auf 725Mio.€) und nach Singapur (+10,6% auf 168Mio.€). Auch die Exporte in die Türkei (+6,8% auf 359Mio.€), nach Südkorea (+4,9% auf 265Mio.€) und Mexiko (+0,3% auf 295Mio.€) lagen über Vorjahr. Dagegen blieben die Ausfuhren nach China mit minus 6,6% auf 1,7Mrd.€ auch im August rückläufig, ebenso die nach Taiwan ( 11,2% auf 272Mio.€). „Nach einem positiven ersten Quartal hat die Entwicklung der Branchenexporte nach China in den letzten Monaten wieder ins Negative gedreht. Entsprechend könnte damit das vierte Gesamtjahr in Folge mit rückläufigen Lieferungen nach China anstehen.“ In den ersten acht Monaten beliefen sich die Branchenlieferungen in Drittländer außerhalb der EU insgesamt auf 83,6Mrd.€ (+3,9%).
















