Drittes Quartal: Maschinenexporte gehen um 3% zurück

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Bild: Statistisches Bundesamt, VDMA e.V.

Handelspolitische Barrieren wie die US-Zölle sowie eine globale Investitionsschwäche haben die Exportbilanz des Maschinen- und Anlagenbaus aus Deutschland in diesem Jahr bisher belastet. In den ersten neun Monaten wurden Waren im Wert von 147,9Mrd.€ exportiert – ein Rückgang um 3,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Preisbereinigt ergibt sich ein Minus von 4,6%. Im dritten Quartal verzeichneten die Ausfuhren ein Minus von 4,1%, der September schloss mit einem Rückgang von 3,4% zum Vorjahr. Im Fokus steht dabei aktuell das Geschäft mit den USA: Von Januar bis September sanken die Maschinenexporte in die Vereinigten Staaten um 9,4%, wobei das dritte Quartal mit einem Rückgang von 14,2% besonders ins Gewicht fiel. Im August gingen die Ausfuhren in die USA um 18,5% zurück, im September lag das Minus bei 10,8%.

Uneinheitliches Bild auf den Weltmärkten

Der zweitwichtigste Exportmarkt China entwickelt sich weiterhin enttäuschend. Besonders starker lokaler Wettbewerbsdruck belastet die Nachfrage nach europäischen Investitionsgütern. Zwischen Januar und September gingen die deutschen Maschinenexporte nach China um 8,8% zurück.

Der Euroraum zeigt leichte, aber fragile Tendenzen der Stabilisierung. Die Exporte lagen in den ersten drei Quartalen noch um 1,1% unter dem Vorjahreswert. Einige positive Auftragseingänge haben zwar Hoffnung geweckt, diese Entwicklung hat sich zuletzt jedoch wieder abgeschwächt. Für die EU insgesamt resultierte ein Rückgang der Ausfuhren aus Deutschland um 2,2% in den Büchern.

Deutlich positiver präsentierten sich wichtige Schwellenländer. Die Ausfuhren in die Mercosur-Staaten legten in den ersten neun Monaten des Jahres um 8% zu, die Asean-Region verzeichnete ein Wachstum von 3,1%. Beide Regionen gewinnen weiter an Bedeutung und tragen zu einer leichten Entschärfung des Gesamtbilds bei.