Indien und Brasilien bleiben Wachstumsstützen für den Maschinenbau

VDMA Business Climate
Bild: VDMA e.V.

Die weltweite Geschäftslage der Maschinen- und Anlagenbaufirmen aus Deutschland und Europa zeigt weiterhin Licht und Schatten – mit gewohnt deutlichen regionalen Unterschieden. Dies spiegeln die Ergebnisse aus dem aktuellen VDMA Business Climate Survey für Brasilien, China, Indien und die USA wider, der auf Befragungen der Mitglieder vor Ort beruht. Während die Signale in Indien und Brasilien überwiegend positiv ausfallen, ist die Stimmung in China und USA verhaltener.

„Die Ergebnisse der Befragung zeigen einmal mehr: Die VDMA-Mitglieder beurteilen die Geschäftsaussichten in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich. Indien ist für sie mit einer stabilen Geschäftsentwicklung in diesen herausfordernden Zeiten ein Lichtblick. In Brasilien sind sie mit einer schwächelnden Nachfrage konfrontiert und in China tastet sich ihr Geschäft langsam aus der Stagnation heraus. In den USA kämpfen die deutschen Tochtergesellschaften mit den Folgen handelspolitischer Entscheidungen“, sagt Anke Uhlig, VDMA Volkswirtschaft und Statistik.

Indien bleibt der verlässlichste Markt unter den untersuchten Ländern. 29% der befragten Unternehmen bewerten ihre Lage als gut, nur 8% als schlecht. Damit hält sich die Geschäftsstimmung unter den indischen Tochtergesellschaften der VDMA-Mitglieder seit Herbst 2024 auf konstant hohem Niveau, trotz hoher US-Zölle und schwacher Nachfrage aus Europa.

Die Geschäftsentwicklung in Brasilien zeigt sich robust. 34% der Unternehmen melden eine gute Geschäftslage, 23% eine schlechte. Damit bestätigt sich das insgesamt positive Bild der letzten Erhebung.

In China bleibt das Geschäftsklima angespannt – doch einige Signale deuten auf eine Bodenbildung hin. 16% der befragten Firmen bewerten ihre Lage als gut, 39% als schlecht. Die Kapazitätsauslastung zeigt zwar einen zaghaften Anstieg, das Niveau bleibt aber niedrig und viele Unternehmen befinden sich weiterhin in Unterauslastung.

In den USA trübt sich das Geschäftsklima deutlich ein. Nur 14% der in den USA ansässigen Tochtergesellschaften bewerten ihre Lage als gut, 29% hingegen als schlecht. Die Aussichten sind positiver: Insgesamt gehen 42% von einer Verbesserung der Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten aus, 10% von einer Verschlechterung.