Lapp gleicht Vorjahresminus aus

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Bild: U.I. Lapp GmbH

Lapp erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 1,93Mrd.€. Getragen von Zuwächsen in Asien und Amerika gleicht das Unternehmen damit seinen Umsatzrückgang aus dem vergangenen Jahr aus und wächst um rund 6%. In der Region Asien-Pazifik und auf dem amerikanischen Kontinent wächst Lapp im Bereich der Kabel- und Verbindungstechnologie im deutlich zweistelligen Prozentbereich. Mit Zukäufen in China und Brasilien festigt Lapp seine Marktposition weiter: Im chinesischen Dongguan City in der Nähe von Shenzhen hat das Unternehmen einen Spezialisten für Rundsteckverbinder übernommen. Im brasilianischen São Paulo hat Lapp ein Unternehmen für Verbindungstechnik erworben und stärkt damit seine Präsenz auf dem südamerikanischen Kontinent. In der Region EMEA, die weiterhin den größten Anteil am Gesamtumsatz des Unternehmens ausmacht, verzeichnet das Unternehmen ein leichtes Wachstum im unteren einstelligen Prozentbereich. Auf das laufende Geschäftsjahr 2026 blickt der Familienunternehmer mit vorsichtigem Optimismus: „Erneuerbare Energien, Batteriespeichersysteme, Datencenter oder die Intralogistik benötigen mehr Energie, mehr Daten, mehr Verbindungen. Unsere Kunden sind in den Branchen der Zukunft aktiv. Das macht mir Hoffnung“, sagt Matthias Lapp.

„Unser Wachstum in Asien und Amerika hilft Lapp durch schwierige Zeiten in unseren europäischen Heimatmärkten“, so Matthias Lapp, CEO der Lapp Gruppe.

„In Europa und Deutschland bleiben die Rahmenbedingungen herausfordernd. Steigende Kosten und Bürokratieaufwand auf der einen Seite, weiterhin schwache Konjunktur auf der anderen: Lapp muss die richtigen Weichen stellen, damit wir unseren internationalen Kunden auch in Zukunft ein attraktives Angebot machen können. Das heißt konkret: Wir werden mit wachsamem Auge agieren und insbesondere in Deutschland Kosten, Prozesse und Strukturen optimieren.“

In Richtung der Politik fordert er schnelleres Handeln: „Die Reformen der Bundesregierung bleiben bisher hinter den Erwartungen zurück. Jetzt gilt es parteipolitische Individualinteressen beiseitezulegen und Ergebnisse zu liefern. Vor uns liegen Jahre der Transformation, für die es Pragmatismus, Innovationsoffenheit und Mut braucht.“