Eine klare Digitalisierungsstrategie ist entscheidend für die erfolgreiche digitale Transformation des Geschäftsmodells von Unternehmen. Um ihre digitalen Fähigkeiten zu erweitern, setzen die deutschen Unternehmen auf den Zukauf von Knowhow: Bereits ein Viertel aller M&A-Transaktionen war 2017 digitalgetrieben. Das sind Ergebnisse einer Studie der Kanzlei Noerr und der Technischen Universität München. Für diese wurden 150 Entscheider in deutschen Unternehmen befragt. Sie gaben Auskunft dazu, ob und inwieweit Unternehmen die digitale Transformation des eigenen Geschäftsmodells vorantreiben und welche Rolle dabei M&A spielt. Nach der Untersuchung sind Unternehmen mit einer klaren Digitalstrategie dabei deutlich aktiver. Gewinnbringend sind digitalisierungsgetriebene Transaktionen, wenn es dem Übernehmer gelingt, sowohl Organisationstrukturen und -kultur sowie Informationssysteme des Zielunternehmens zu integrieren als auch dessen Mitarbeiter an Bord zu halten. Von 2013 bis 2017 hat sich der Anteil der M&A-Transaktionen mit Digitalbezug im deutschen Markt um sechs auf 25% erhöht (Quelle: Mergermarket). Wesentlicher Treiber ist der Wunsch, durch Transaktionen Zugang zu neuen Geschäftsmodellen zu erhalten: Knapp die Hälfte der Befragten gab an, dass dieser Grund sehr wichtig bei der Entscheidung über durchgeführte Transaktionen gewesen war. 68% betonen, dass die digitale Transformation eine zentrale Rolle in der Unternehmensstrategie spielt. Zugleich ist aber in 45% der Unternehmen keine bzw. keine klare Digitalstrategie vorhanden. 71% gaben an, dass Akquisitionen mit Digitalbezug eine zentrale Rolle bei der digitalen Transformation spielen.
M&A als Treiber für die digitale Transformation
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