
Der Fachkräftemangel bleibt eine zentrale Herausforderung für die deutsche Wirtschaft. 2025 konnten bislang durchschnittlich mehr als 500.000 Stellen nicht besetzt werden. Bis 2027 sollen über 700.000 Stellen offenbleiben. Der Wirtschaft gehen dadurch mehr als 50Mrd.€ an Wertschöpfung pro Jahr verloren – Tendenz steigend. Die Top 10 Interim Manager haben eine Liste von Vorschlägen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels erarbeitet und diese ihren 550 Kollegen im Rahmen der Umfrage vorgelegt. Demnach empfehlen 63% der Befragten den Unternehmen, die Potenziale der Frauen noch stärker zu nutzen. Als Maßnahmen werden vorgeschlagen: weiterer Ausbau flexibler Arbeitszeitmodelle und Homeoffice-Optionen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, flächendeckende und bezahlbare Kinderbetreuungsangebote, um Frauen den Wiedereinstieg zu erleichtern, Förderprogramme für Frauen in Führungspositionen und MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), um geschlechtsspezifische Karrierehürden abzubauen.
„Dadurch könnten bis 2027 etwa 700.000 bis 1Mio. Frauen und bis 2030 rund 1,5 bis 2Mio. Frauen stärker in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden“, zitiert Jane Enny van Lambalgen aus dem Report.
Generationen X, Y und Z gezielter ansprechen
Den Unternehmen empfehlen mehr als 80% der Interim Manager, die Generationen X, Y und Z gezielter anzusprechen und auf generationsspezifische Wünsche und Vorlieben einzugehen. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Die Generation X (geboren 1965 bis 1980, ca. 14,9 Millionen in Deutschland) schätzt Stabilität und Fachwissen; 52 Prozent bevorzugen E-Mail-Kommunikation und persönliche Netzwerke. Die Generation Y (Millennials, geboren 1981 bis 1995, ca. 15,7 Millionen) legt Wert auf Flexibilität und Sinnsuche; 68 Prozent nutzen Social Media wie LinkedIn oder Instagram für Jobinformationen, was gezieltes Social Recruiting mit Fokus auf Work-Life-Balance und Purpose ermöglicht. Die Generation Z (geboren 1996 bis 2010, ca. 11,2 Millionen) ist digital affin, mit 23 Prozent Interaktionen mit HR-Chatbots und 50 Prozent Präferenz für mobile Bewerbungen. Für die Ansprache bieten sich Active Sourcing über TikTok oder Snapchat mit authentischen Testimonials und kurzen Videos an, da 70 Prozent dieser Gruppe Influencer-Empfehlungen vertrauen.
„Durch maßgeschneiderte Kommunikationskanäle und individualisierte Ansprache lassen sich die Rekrutierungserfolge für diese Gruppen um bis zu 30 Prozent steigern“, verweist Ulvi Aydin auf nachvollziehbare Erfahrungen, die im Report wiedergegeben werden. Digitale Souveränität in der Automation: Fraunhofer IOSB-INA entwickelt einen KI-Assistenten für die SPS-Programmierung. ‣ weiterlesen
Automatisierung neu gedacht
Längere Lebensarbeitszeit zulassen
Über die Hälfte (52%) der 550 befragten Interim Manager ist fest davon überzeugt, dass die Verlängerung der Lebensarbeitszeit eine Kernmaßnahme darstellt, um die Folgen des Fachkräftemangels einzudämmen. Mehr als ein weiteres Drittel (35%) hält dies zumindest für einen wesentlichen Aspekt in einem ganzen Spektrum von Maßnahmen.
Migranten schneller an die Arbeit bringen
Weit mehr als drei Viertel (79%) der Interim Manager plädieren für politische Weichenstellungen, um Migranten schneller in sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze einzugliedern. 43% der Führungskräfte auf Zeit halten dies angesichts der rückläufigen heimischen Bevölkerungsentwicklung für unabdingbar, um den Wirtschaftsstandort Deutschland dauerhaft zu erhalten.



















