
Die Elektrische Automation verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ein reales Auftragsplus von 5%, doch der Umsatz blieb im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unverändert. Auf Kundenseite geht der Abbau der Lagerbestände auf Komponentenebene voran, aber es fehlen im Maschinen- und Anlagenbau weiterhin Aufträge, um die Auftragslage wieder auf eine stabile Basis zu heben.
Die zuletzt unberechenbare Zollpolitik der USA hat hier für weitere Zurückhaltungen gesorgt. Neue Investitionen seitens der Kundenbranchen werden wegen der Unwägbarkeiten am Markt zurückgestellt und Investitionsentscheidungen verschoben. Insgesamt rechnet die Elektrische Automation für dieses Jahr mit einem Plus von 1% beim Umsatz gegenüber dem Vorjahr. „Aufgrund der geopolitischen Herausforderungen erwartet die Branche für die erste Jahreshälfte 2026 eine weiterhin angespannte Auftragslage gegenüber 2025. Bei verbesserten politischen Rahmenbedingungen ist in der zweiten Jahreshälfte mit einem Aufwärtstrend zu rechnen“, prognostiziert Jörg Freitag (Bild), Vorstandsvorsitzender VDMA Elektrische Automation. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
„Die fortschreitende Digitalisierung, künstliche Intelligenz und technologischen Innovationen im Produktionsbereich bieten die Chance zum Wachstum für die Elektrische Automation“, sagt Freitag. Deshalb engagiert sich der VDMA Elektrische Automation in Digitalisierungsthemen wie Datenökonomie, Cyber Resilienz und Tools aus einer anwendungsorientierten Perspektive.
„Ungeachtet dessen ist es unerlässlich, nichtwertschöpfende Kostenbelastungen durch Bürokratie und Steuern sowie Energiepreise und Lohnnebenkosten wirksam in den Griff zu bekommen. Diese Kosten müssen deutlich reduziert werden, um international wieder wettbewerbsfähig zu werden“, betont Freitag.




















