Wie aus Messdaten mehr Effizienz im Anlagenbetrieb entsteht

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Mit der Compact Line bietet Endress+Hauser kompakte Messgeräte für Füllstand und Druck, die speziell für hygienische Anwendungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie im Life-Sciences-Bereich entwickelt wurden.
Mit der Compact Line bietet Endress+Hauser kompakte Messgeräte für Füllstand und Druck, die speziell für hygienische Anwendungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie im Life-Sciences-Bereich entwickelt wurden. – Bild: Endress+Hauser

Steigende Energiepreise, internationaler Wettbewerbsdruck und unsichere Rahmenbedingungen stellen viele Industrieunternehmen vor Herausforderungen. Investitionen werden genauer geprüft, Projekte teilweise verschoben. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Effizienz, Flexibilität und Verfügbarkeit von Produktionsanlagen. Für Endress+Hauser bedeutet dies, neben zuverlässiger Messtechnik verstärkt den konkreten Nutzen für einzelne Anwendungen und Branchen in den Mittelpunkt zu stellen.

Auf der SPS setzt das Unternehmen diesen Ansatz mit zwei benachbarten Messeständen um: Während in Halle 7A, Stand 141, die Messgeräte und ihre Einsatzmöglichkeiten im Vordergrund stehen, widmet sich Stand 142 der Frage, wie sich Messdaten für Automatisierung, Prozessoptimierung und einen effizienteren Anlagenbetrieb nutzen lassen.

Temperaturmessung ohne Eingriff in den Prozess: Das iTherm SurfaceLine TM611 erfasst die Temperatur von außen an Rohrleitungen und Behältern und reduziert damit den Installationsaufwand.
Temperaturmessung ohne Eingriff in den Prozess: Das iTherm SurfaceLine TM611 erfasst die Temperatur von außen an Rohrleitungen und Behältern und reduziert damit den Installationsaufwand. – Bild: Endress+Hauser

Kompakte Messtechnik für den Maschinenbau

Zu den Messehighlights gehört die Compact Line mit Messgeräten für Füllstand und Druck, die insbesondere für hygienische Anwendungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie im Life-Sciences-Bereich entwickelt wurden. Für die Füllstandmessung präsentiert Endress+Hauser zudem die Radarsensoren Micropilot FMR10B, FMR20B und FMR30B. Sie arbeiten mit 80GHz-Technologie und ermöglichen zuverlässige Messungen auch unter anspruchsvollen Prozessbedingungen. Für beengte Einbausituationen im Maschinenbau und in Skids eignet sich der magnetisch-induktive Durchflussmesser Promag H10 0xDN Full Bore mit IO-Link. Er benötigt keine geraden Ein- und Auslaufstrecken und lässt sich dadurch platzsparend integrieren.

Einen anderen Ansatz verfolgt das Oberflächenthermometer iTherm SurfaceLine TM611. Es erfasst die Temperatur von außen an Rohrleitungen oder Behältern, ohne in den Prozess einzugreifen. Das vereinfacht die Installation und vermeidet zusätzliche Prozessanschlüsse. Nach Herstellerangaben sind Messgenauigkeit und Ansprechzeit mit klassischen Industriethermometern mit Vollmaterialschutzrohr vergleichbar.

Ergänzt wird das Portfolio durch die Steuereinheit FlexView FMA90 für Füllstands- und Durchflussmessungen. Sie kann bis zu zwei Füllstandssensoren unterschiedlicher Messtechnologien anbinden. Eine WLAN-Schnittstelle ermöglicht den Fernzugriff, z.B. auf schwer zugängliche Messstellen.

Der magnetisch-induktive Durchflussmesser Promag H10 0xDN Full Bore mit IO-Link benötigt keine geraden Ein- und Auslaufstrecken und eignet sich damit besonders für beengte Einbausituationen im Maschinenbau.
Der magnetisch-induktive Durchflussmesser Promag H10 0xDN Full Bore mit IO-Link benötigt keine geraden Ein- und Auslaufstrecken und eignet sich damit besonders für beengte Einbausituationen im Maschinenbau. – Bild: Endress+Hauser

Messdaten über den Lebenszyklus nutzen

Am zweiten Messestand demonstriert Endress+Hauser anhand eines Modells, wie Messdaten von ihrer Erfassung über die Übertragung und Verarbeitung bis zur Nutzung in der Leitwarte bereitgestellt werden. Ziel ist es, Prozesse transparenter zu machen und auf dieser Grundlage Betrieb, Wartung und Ressourceneinsatz zu optimieren. Die Digitalisierung verändert dabei zunehmend die Rolle der Messtechnik. Bereits im Engineering können digitale Geräteinformationen helfen, die Eignung von Sensoren für bestimmte Anwendungen zu prüfen und ihre Integration vorzubereiten. Bei der Inbetriebnahme vereinfachen digitale Konfigurations- und Parametriermöglichkeiten die Arbeit. Im laufenden Betrieb lassen sich Zustandsinformationen zur frühzeitigen Erkennung von Wartungsbedarf nutzen.

Auch die Dokumentation profitiert von einer durchgängigen Datenbasis. Insbesondere in regulierten Branchen wie der Pharmaindustrie können digital verfügbare Geräteinformationen und nachvollziehbare Änderungen die Nachverfolgbarkeit und Auditfähigkeit verbessern.

Die Radarsensoren Micropilot FMR10B, FMR20B und FMR30B arbeiten mit 80GHz-Technologie und ermöglichen eine zuverlässige Füllstandmessung auch unter anspruchsvollen Prozessbedingungen.
Die Radarsensoren Micropilot FMR10B, FMR20B und FMR30B arbeiten mit 80GHz-Technologie und ermöglichen eine zuverlässige Füllstandmessung auch unter anspruchsvollen Prozessbedingungen. – Bild: Endress+Hauser

Energieeffizienz und Wasserstoff im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts sind Power+Energy-Lösungen. Mit Technologien wie FieldXpert, Netilion und Heartbeat Technology zeigt Endress+Hauser, wie sich Energieverbräuche überwachen, Geräteinformationen auswerten und Einsparpotenziale identifizieren lassen. Energieeffizienz ist dabei nicht nur eine Frage der Nachhaltigkeit, sondern angesichts hoher Betriebskosten zunehmend auch ein Wettbewerbsfaktor. Zu den Exponaten gehört der Flowsic610 für die eichpflichtige Durchflussmessung von Wasserstoff mit einem Anteil von bis zu 100 Prozent. Das nach MID ausgelegte Messgerät bietet optional eine Echtzeitüberwachung der Wasserstoffreinheit. Einsatzfelder sind u.a. der Wasserstofftransport und die Speicherung, etwa an Pipelines oder Kompressoren.

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