Die Serien und ihre Hauptmerkmale:

  • VIM3: Erfassung von RMS- oder Rohdaten, erweiterter Frequenzbereich bis 12kHz, IO-Link-Schnittstelle für Prozessdaten, Parametrierung und Diagnose.
  • VIM6: Erfassung von RMS-Daten für explosionsgefährdete Bereiche bis Zone 1/21 sowie Temperaturbereich von -40 bis +125°C.
  • VIM8: Erfassung von RMS-Daten; Heavy-Duty-Serie für Offshore-Anwendungen und besonders raue Umgebungen, robustes Gehäuse aus Duplexstahl, geeignet für Ex-Zone 1/21 sowie zertifiziert für SIL 2/PL d.

Die Parametrierung kann jeweils direkt am Gerät erfolgen; die Inbetriebnahme ist bei allen drei Serien einfach konzipiert und kommt ohne zusätzliche Programmierung aus. In der Serie VIM3 steht optional eine IO-Link-Schnittstelle zur Verfügung. Mit diesem Kommunikationskanal wird die gleichzeitige Erfassung mehrerer Messwerte möglich: gemittelte Schwingbeschleunigung (g RMS), Spitzenwerte (g Peak), Lagerzustandskennwert zur direkten Beurteilung von Kugellagern sowie die Erfassung der Rohdaten.

EC ZW 20230224 VIM 10 feature
Bild: Pepperl+Fuchs SE

Flexible Schwingungsanalyse

Pepperl+Fuchs erweitert die VIM3-Serie der IO-Link-Schwingungssensoren um zusätzliche Mess- und Diagnosefunktionen. Neben den bereits etablierten Kenngrößen stehen u.a. der Beschleunigungs-Peak-Hold sowie der Crest-Faktor zur Bewertung des Lagerzustands zur Verfügung. Diese Parameter werden zyklisch über IO-Link an die Maschinensteuerung übertragen und dort direkt für die weitere Auswertung bereitgestellt. Ergänzend ermöglicht die VIM3-Serie die Übertragung von Rohdaten in einem erweiterten Frequenzbereich bis zu 12kHz über das IO-Link-BLOB-Protokoll. Damit können umfangreiche Schwingungsdaten für detaillierte Analysen genutzt werden. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Datenübertragungsrate von IO-Link die Zykluszeit und damit die verfügbare Bandbreite für die Rohdatenübertragung begrenzt.

Zwei Ansätze für die Schwingungsdiagnose

Die Sensorplattform bietet damit zwei Ansätze für die Schwingungsdiagnose. Mit dem BLOB-Profil steht eine Lösung für umfassende Analysen zur Verfügung. Dabei werden Rohdatenpakete an die Steuerung übertragen und dort weiterverarbeitet, z.B. mittels FFT-, Hüllkurven- oder Zeitbereichsanalysen. Zudem ermöglicht die integrierte Kennwertauswertung eine kompakte und direkt nutzbare Zustandsbewertung. Anwender können unmittelbar auf intern berechnete Größen wie den Crest-Faktor zur Beurteilung des Lagerzustands zugreifen, ohne zusätzliche externe Auswertungsschritte vornehmen zu müssen.

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