
In vielen Anlagen ist die Integration von Sensoren und Feldgeräten noch immer aufwendig: Analoge Schnittstellen übertragen lediglich Messwerte, Parametrierung und Zustandsüberwachung sind nur eingeschränkt möglich. Das führt zu höherem Wartungsaufwand und längeren Stillstandszeiten. IO-Link schafft hier Abhilfe. Die herstellerunabhängige Punkt-zu-Punkt-Kommunikation überträgt nicht nur Messwerte, sondern auch Konfigurations- und Diagnosedaten. Geräte lassen sich dadurch einfacher integrieren, leichter einstellen und zuverlässig überwachen. Auf der SPS zeigt Endress+Hauser, welchen Unterschied IO-Link in der Praxis macht. Ein Beispiel ist das Proline Promag H 10, welches sich über IO-Link schnell in bestehende Infrastrukturen einfügt und flexibel parametrieren sowie überwachen lässt. Betreiber erhalten damit mehr Transparenz über den Gerätestatus, können Wartung gezielt planen und Ausfallzeiten reduzieren. Mit dem neuen Feature 0DN Full Bore misst das Gerät zudem präzise ohne Ein- und Auslaufstrecken – eine kompakte Lösung für Maschinen und Skids, die zugleich den vollen Nutzen einer durchgängigen digitalen Kommunikation erschließt. In Kombination mit Industrial Ethernet und Ethernet-APL entsteht so ein durchgängiger Kommunikationspfad vom Sensor bis in die Cloud – über große Distanzen und auch in explosionsgefährdeten Bereichen.
Daten in Wissen verwandeln
Damit die gewonnenen Daten echten Mehrwert schaffen, müssen sie in Wissen verwandelt werden. Genau hier setzt das Unternehmen mit seinem herstellerübergreifenden IIoT-Ökosystem Netilion an. Anwender können so Informationen zu Maschinenleistung, Wartungsbedarf und Kalibrierintervallen in Echtzeit austauschen. Auf der SPS wird anhand konkreter Praxisbeispiele gezeigt, wie sich Produktions- und Beschaffungsprozesse digitalisieren lassen. Besucher erleben Prozessautomatisierung aus einer Hand – mit Anwendungsfällen wie der automatisierten Verifikation aller verbauten Geräte, anschaulich umgesetzt in einem voll funktionsfähigen Prozessaufbau mit Schaltschrank, Steuerung und Leitwarte. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Prozesse vereinfachen
Digitalisierung beginnt aber nicht allein mit Datenplattformen, sondern bereits bei den Feldgeräten. Die neue Compact Line ist dafür ein Beispiel: modular aufgebaute Messtechnik für Druck-, Füllstands- und Grenzstandmessungen, die sich durch standardisierte Schnittstellen und digitale Services besonders einfach in bestehende Anlageninfrastrukturen integrieren lässt. So wird der Inbetriebnahme- und Wartungsaufwand reduziert – ein Vorteil in zunehmend komplexen Produktionsumgebungen. Auch die Micropilot-FMR-Reihe macht deutlich, wie Digitalisierung den Umgang mit Geräten erleichtert. Durch 80GHz-Radartechnologie, Bluetooth-Konnektivität und geführter Inbetriebnahmeprozesse sind die Sensoren schnell einsatzbereit und erlauben eine intuitive Bedienung. Funktionen wie Heartbeat Verification sorgen zusätzlich für eine dokumentierbare Zustandsprüfung im laufenden Betrieb und binden die Geräte nahtlos in digitale Ökosysteme wie Netilion ein. Digitale Souveränität in der Automation: Fraunhofer IOSB-INA entwickelt einen KI-Assistenten für die SPS-Programmierung. ‣ weiterlesen
Automatisierung neu gedacht
Dekarbonisierung der Prozessindustrie
Darüber hinaus ist das Unternehmen bestrebt, die Prozessindustrie auf dem Weg zur Klimaneutralität mit geeigneter Messtechnik, individuellen Lösungen und entsprechenden Dienstleistungen zu unterstützen. Ein Dekarbonisierungsmodell verdeutlicht etwa das präzise Erfassen von abgeschiedenem CO2 und das direkte und indirekte Reduzieren von Emissionen. Gezeigt werden Technologien wie Carbon Capture, Utilization and Storage (CCUS), Direct Air Capture (DAC) sowie Anwendungen rund um Wasserstoffproduktion und -nutzung.



















