
Vor genau zehn Jahren stand die Melsec L-Serie von Mitsubishi Electric im Rampenlicht – vor allem bei platzkritischen Anwendungen. Sie wurde damals als Verbindung aus kompaktem Design und modularer Erweiterbarkeit konzipiert – mit dem Ziel, die Vorteile beider SPS-Welten in einem System zu vereinen. Bis heute bewährt sie sich in einfachen Maschinensteuerungen, bei denen Platzbedarf und Basisfunktionalität im Vordergrund stehen. Doch moderne Fertigungsumgebungen fordern heute mehr: höhere Rechenleistung, präzise Mehrachsbewegungen, durchgängige Systemvernetzung und integrierte IT-Sicherheit.
Neue Benchmark in der Steuerungstechnik
Deshalb hat Mitsubishi Electric aktuell sein SPS-Portfolio mit der neuen Melsec MX Controller-Serie erweitert, die in Kürze auch auf den Markt kommt. Die High-End-Lösung vereint Sequenz-, Motion- und Netzwerktechnik in einem einzigen Controller. Die neue Plattform schließt die Lücke zwischen klassischer SPS und moderner industrieller Steuerungsarchitektur – leistungsstark, flexibel und zukunftsfähig. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Technologischer Sprung gegenüber der L-Serie
Die L-Serie hatte ihre Stärken in der platzsparenden Modularität. Doch die MX-Serie setzt in puncto Performance und Integration neue Maßstäbe. Sie ermöglicht Motion Control mit Zykluszeiten von nur 1,2ms bei 128 Achsen und unterstützt insgesamt bis zu 256 steuerbare Achsen. Die Engineering-Prozesse werden durch die Nutzung von GX Works3 deutlich effizienter – ergänzt durch die Integration von Digital-Twin-Technologien via Melsoft Gemini sowie innovative Recorder-Funktionen für eine Dashcam-ähnliche Fehleranalyse. Auch im Bereich Kommunikation ist die MX-Serie gut aufgestellt: OPC UA, MQTT, Ethernet und CC-Link IE TSN sind standardmäßig integriert. Darüber hinaus ist sie auf zukünftige Anforderungen wie verschlüsselte Kommunikation und die Einhaltung von Security-Standards wie IEC62443-4-2 vorbereitet.
Eine Plattform für alle Fälle
Mit der Einführung der MX-Serie erweitert Mitsubishi Electric sein Steuerungsportfolio nach oben. Dabei bleiben die bewährten Serien erhalten: Die Melsec iQ-F eignet sich als kompakte Lösung für kleinere Anwendungen mit einfacher Integration, während die Melsec iQ-R als modulare Plattform für komplexe Steuerungsarchitekturen konzipiert ist, die hohe Flexibilität und Rechenleistung erfordern. Die neue Melsec MX-Serie positioniert sich nun darüber – als integrierte Hochleistungssteuerung für anspruchsvolle Anwendungen mit hohem Daten- und Motion-Anteil, die gleichzeitig umfangreiche IT/OT-Vernetzung und Engineering-Effizienz erfordern. Digitale Souveränität in der Automation: Fraunhofer IOSB-INA entwickelt einen KI-Assistenten für die SPS-Programmierung. ‣ weiterlesen
Automatisierung neu gedacht



















