„Beckhoff schlug eine Lösung vor, die zum Projektstart offiziell noch nicht freigegeben war, aber die Anforderungen ausgezeichnet erfüllte“, erinnert sich Van Dijck: die Ethercat-Klemme EL5131 für Inkremental-Encoder mit Differenz- oder Single-Ended-Signalen. „Das Besondere an dieser Klemme sind die zwei schnellen digitalen Ausgänge“, betont Henin. Die Ausgänge können so konfiguriert werden, dass sich die Pegel ändern, abhängig von Positionswerten des Encoders und auch mehrmals zwischen zwei SPS-Zyklen. Dadurch entsteht nur eine minimale Phasenverschiebung zwischen der Encoder-Position und dem für die Kamera generierten Ausgangssignal. Mit dieser Lösung ist Absolem in der Lage, die unterschiedlichen Taktsignale für jede Kamera zu erzeugen und auszugeben – bei einer Bandgeschwindigkeit bis 500mm/s.
Sehr schnelle Ausgänge
Die Ethercat-Klemme EL5131 übernimmt also eine zentrale Aufgabe in der Sortieranlage. Sie erfasst Encoder-Signale mit bis zu 5MHz (RS422), 1MHz (TTL) und 100kHz (Open Collector) und verfügt über Digitalausgänge mit Ton von 3 und Toff von 4µs. Für jeden Ausgang können acht Schwellwerte und entsprechende Ausgangszustände konfiguriert und in der Klemme gespeichert werden. Erreicht der Zähler einen dieser Schwellwerte, gibt der Ausgang den entsprechenden Wert aus – unabhängig von der SPS-Zykluszeit und Ethercat-Frame-Rate. Die Ausgänge schalten äußerst schnell und können somit die unterschiedlichen Impulsfolgen für die Kamerasysteme erzeugen. In der Intralogistik ist die Maximierung der Lagerkapazität entscheidend. Kompakte Sensoren spielen dabei eine Schlüsselrolle: Höchste Leistung in kompakter Bauform schafft mehr Platz für die Ware, denn die Technik macht sich klein. ‣ weiterlesen
Intralogistik: Neue Baumer ToF-Sensoren machen sich klein
Alle Parameter der Ethercat-Klemme wurden mit Unterstützung von Beckhoff richtig eingestellt. In der Folge konnte Absolem für Vito eine Sortieranlage bauen, die sich sehr gut für die Anwendung des neuen Verfahrens eignet. Die Erfolgsgeschichte ist aber noch nicht zu Ende: Man will aus den Erfahrungen im laufenden Betrieb lernen und die Anlage weiter verbessern.




















