Und damit ist S-Dias auf dem Markt gut angekommen?
Melkus: Ja, das kontinuierliche wachsende System wird seit der Vorstellung 2012 von unseren Kunden sehr gut angenommen. Für sie ist ein ganz wichtiger Aspekt: S-Dias ist über Varan-Bus mit der Vorgänger Serie C-Dias kombinierbar. Der Anwender muss also nicht in einem Schritt auf das neue, kompaktere System wechseln, sondern kann Schritt für Schritt umstellen und beide Systeme parallel nutzen. Entsprechend ist C-Dias immer noch bei Kunden im Einsatz.
Welche Argumente sprechen denn für S-Dias im Vergleich zu anderen Systemen auf dem Markt? Melkus: Hier ist vor allem der Formfaktor und die damit verbundene Leistungsdichte zu nennen. Rechnet man die Anzahl der verfügbaren I/Os auf den benötigten Platz um, ist S-Dias auf dem Markt bis heute ungeschlagen. Platzbedarf ist heute in vielen Automatisierungsanwendungen ein zentraler Aspekt. Auch die S-Dias-CPU-Module sind sehr kompakt und bieten skalierbar die exakt benötigte Rechenleistung. Damit können unsere Kunden aktuellen Trends ausgezeichnet begegnen: Im Konzept von Industrie 4.0 und der damit verbundenen Dezentralisierung, müssen klassische Schaltschränke kleiner oder komplett in die Maschine integriert werden.

Arbeiten Sie also schon an einer neuen, noch kompakteren Steuerungsgeneration?
Melkus: Nein. Irgendwann sind Leistungsdichte bzw. Miniaturisierung rein physikalisch ausgereizt, schließlich lassen sich die Kabelquerschnitte nicht beliebig reduzieren. Mit S-Dias sind wir dieser Grenze bereits sehr nahe: Sind die Module komplett verkabelt, ist von der Steuerung an sich nicht mehr viel zu sehen. Viel kleiner geht es einfach nicht mehr und so ist auch nach sechs Jahren auf dem Markt unter heutigen Gesichtspunkten an S-Dias nichts zu verbessern.

Ist es nicht so, dass neue Funktionen künftig ohnehin über die Software realisiert werden?
Melkus: In einer Steuerung kann das eine nicht ohne das andere. Deswegen sind Soft- und Hardware bei uns zwar auf das Zusammenspiel ausgelegt, aber nicht fix miteinander verheiratet. Das heißt: Applikationsentwicklungen in unserer Engieering-Umgebung Lasal, die unsere Kunden über lange Zeit und mit großem Aufwand vorangetrieben haben, können sie – z.B. beim Wechsel von C- Dias auf S-Dias – eins zu eins übernehmen. Das gibt dem Anwender eine hohe Zukunftssicherheit, die nicht auf die Verfügbarkeit einzelner Hardware-Komponenten beschränkt ist.
















