Braucht man denn überhaupt noch eigene Hardware im Portfolio, um am Markt erfolgreich zu sein?
Melkus: Die moderne Automatisierungstechnik bleibt auch in Zukunft stets eine Kombination aus Hard- und Software. Einige Anbieter konzentrieren sich hauptsächlich bzw. ausschließlich auf die Software. Demgegenüber stehen andere, die ihre Hardware-Komponenten mit Tools anbieten, es jedoch dann am Kunden liegt, die Verbindung zwischen den unterschiedlichen Systemen herzustellen. Sigmatek hat von Anfang an das Know-how für beide Seiten aufgebaut und kann seine Kunden mit vollumfänglichen und ganzheitlichen Automatisierungslösungen versorgen. Anbieter mit einem solchen tiefgehenden Komplettangebot findet man in der Größe von Sigmatek nicht viele.

Das bedeutet, die Entwicklungsumgebung Lasal ist heute also ein wichtiger Punkt, um sich als Automatisierungsanbieter am Markt zu differenzieren?
Melkus: Ja, denn die Softwaresuite von Sigmatek ist sehr vielseitig und verbindet alle Bestandteile der Automatisierung miteinander – CPU, I/Os, Antriebe, Safety und Visualisierung. Die verschiedenen Tools der Suite sind dabei aus einem Guss und komplett integriert.

Was gibt es auf der Softwareseite Neues von Sigmatek auf der Messe in Nürnberg zu sehen?
Melkus: Wir werden auf der diesjährigen SPS IPC Drives unser neues Visualisierungs-Tool VisuDesigner vorstellen, das auf HTML5 und Java basiert und sich perfekt in unsere Tool-Landschaft einfügt. Erste Kunden, denen wir das Ergebnis bereits präsentiert haben, bestätigen, dass uns die Kombination Webvisualisierung plus Performance sehr gut gelungen ist. Ein zweiter Spagat, den wir beim neuen Tool bewältigen konnten: Auch noch unerfahrene Programmierer kommen schnell zu einem guten Ergebnis – während Spezialisten natürlich wirklich in die Tiefe und ins Detail gehen können. Offiziell verfügbar wird die Web-Visualisierung dann im ersten Quartal des kommenden Jahres sein.
















