Ist Wago durch sein langjähriges Engagement auf Linux-Seite dem Wettbewerb an dieser Stelle voraus?
Holm: Die Firmware unserer PFC-Controller ist seit 2019 Docker-ready. Damit zählen wir zu den ersten, die diese Marktanforderung erfüllen. Mittlerweile hat auch der ein oder andere Marktbegleiter das Potenzial von Docker erkannt und will die Funktionalität künftig anbieten. Das Wago-Angebot ist in seiner Form heute aber sicherlich noch einzigartig.
Wie einfach ist Docker für den Automatisierungstechniker anwendbar?
Holm: Klassische SPS-Programmierer müssen sich schon etwas mit Linux und mit der Containertechnologie beschäftigen, um zu verstehen, welchen Strauß neuer Möglichkeiten Docker für die Automatisierung bedeutet. Viele Anwender haben dieses Knowhow aber schon aufgebaut, z.B. im Raspberry-Pi-Umfeld. Von dort aus lässt sich die Brücke zur SPS-Technik leicht schlagen. KI-unterstützte SPS-Programmierung eröffnet neue Möglichkeiten. Über das Model Context Protocol (MCP) greifen Sprachmodelle direkt auf SPS-Projekte zu. So kann SPS-Code im Entwicklungsalltag automatisiert erstellt, analysiert und dokumentiert werden. ‣ weiterlesen
KI: Schneller zum SPS-Code
Wie fit muss der Anwender in Linux-Fragen sein?
Holm: Keine Angst, man muss keine Kernel-Programmierung beherrschen. Ganz im Gegenteil: Wenn man mit Raspberry Pi sicher umgehen kann, dann sollte auch Docker kein Problem sein. Für klassische SPS-Programmierer bieten wir zudem über unsere Engineering-Umgebung eCockpit auch die Möglichkeit, beide Welten zu verbinden. Git, CI/CD-Pipelines, automatisierte Builds, Code-Reviews im Team: in der Softwareentwicklung seit Jahren Standard, in der SPS-Programmierung bisher kaum umsetzbar. ‣ weiterlesen
SPS-Entwicklung trifft DevOps: Wie CODESYS 4 IT-Methoden in die Automatisierung bringt
















