Marktübersicht Energieführungsketten

Die Aufgabenstellung der Automatisierungslösung bestimmt die Art des Energieführungssystems. Bei der Auswahl spielen zunächst der Verfahrweg, die Querschnittsmaße für die Anzahl der aufzunehmenden Leitungen, der Biegeradius des Energieführungssystems sowie das Gewicht aller Leitungen pro Meter eine grundlegende Rolle. Weitere Einschränkungen in der Auswahl entstehen durch die Bewegungen, denen das Energieführungssystem ausgesetzt ist. Dies können 1-, 2-, oder 3-dimensionale Bewegungen sein, zu denen noch kreisförmige, spiralförmige oder Torsionsbewegungen hinzukommen können. Die Berücksichtigung dieser Aspekte reicht jedoch nicht aus. Die Hersteller geben z.B. Tipps für die richtige Befüllung, denn im laufenden Betrieb dürfen bei den Elektroleitungen und anderen Leitungen wie Hydraulikschläuchen keine Beschädigungen auftreten. Um dies zu verhindern, werden zum einen gewisse Freiräu­me empfohlen, zum anderen sorgen Loch- und Rahmenstege dafür, dass die Leitungen in geordneten Bahnen bleiben. Eine gleichmäßige Auslastung des Energieführungssystems lässt sich durch eine entsprechende Anordnung von leichten und schweren Leitungen erreichen. Bei geringem Verlegungsplatz und einer Vielzahl von Leitungen hat die Not erfinderisch gemacht. Man benutzt hierbei zwei ineinander laufende Energieführungssysteme, wobei das innere System z.B. Datenleitungen aufnimmt, die einen geringeren Biegeradius zulassen. Im Zweifelsfall kann der Anwender auch auf das Fachwissen der Anbieter der Energieführungssysteme zurückgreifen, um Lösungsvorschläge für seine Aufgabenstellung zu erhalten. (ghl)