Die Ethercat Technology Group (ETG) wird nun auf dem Gebiet der Fabrikvernetzung tätig und erweitert die Spezifikation um Dienste für die Leitebene. Damit umfasst Ethercat jetzt auch die Ethernet-Kommunikation zwischen Steuerungen untereinander sowie zu Leit- und Bedienrechnern. Das Automation Protocol vereinfacht den direkten Zugriff auf die Geräte der Feldebene und unterstützt zudem das Einbinden von Wireless-Geräten. Die erforderlichen Basisprotokolle für die Prozessdaten-Kommunikation waren von Anfang an Bestandteil der Ethercat-Spezifikation, nun werden diese um die Dienste für die Parameter-Kommunikation zwischen Steuerungen und für das Routing über Systemgrenzen hinweg erweitert. Einheitliche Diagnose- und Konfigurationsschnittstellen gehören ebenfalls zum Ethercat Automation Protocol (EAP). Es kann sowohl in Switch-basierten Ethernet-Topologien als auch via Wireless-Ethernet eingesetzt werden. Prozessdaten werden wie Netzwerkvariablen wahlweise zyklisch oder ereignisgesteuert kommuniziert. Sowohl EAP als auch das klassische Ethercat Device Protocol, welches das besondere Ethercat-Funktionsprinzip der \’Verarbeitung im Durchlauf\‘ nutzt, verwenden die gleichen Datenstrukturen und ermöglichen somit die vertikale Integration. Die Arbeiten an dem Protokoll wurden im März 2009 gestartet, der entsprechende Arbeitskreis plant, die Spezifikation im Januar 2010 zu veröffentlichen. Da EAP bereits vorhandene Protokolle und Dienste nutzt, stellt es eine vollkompatible Erweiterung des Standards dar. Während das Produkt für die Kommunikation auf der Leitebene und zwischen Steuerungen im Millisekundenbereich zuständig ist, sorgt das Ethercat Device Protocol auf der Feldebene für die E/A- und Antriebskommunikation im Mikrosekundenbereich.
EtherCat nun auch zur Fabrikvernetzung
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