Deutsche M+E Industrie zahlt Spitzenlöhne

Die Arbeitskosten in der deutschen Metall- und Elektroindustrie belegen im internationalen Vergleich Rang 4. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Berechnung, die IW Consult im Auftrag der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber-Verbände bayme vbm erstellt hat. Im Schnitt beliefen sich die Arbeitskosten der deutschen M+E Industrie je Stunde und Beschäftigten im Jahr 2012 auf 38,55E. Das sind 17% mehr als in anderen westeuropäischen Staaten, 26% mehr als in Japan und 32% mehr als in den USA. In den mittel- und osteuropäischen Staaten lägen die Arbeitskosten bei einem Fünftel, in den nicht-europäischen Schwellenländern bei 14% des Niveaus in Deutschland, so bayme vbm. Am teuersten ist eine geleistete Arbeitsstunde in der M+E Industrie in Belgien (42,60E), gefolgt von Schweden (42,56E) und Dänemark (40,37E). Die Berechnung zeigt auch, dass das Entgelt eines Vollzeitbeschäftigten in der deutschen M+E Industrie im Schnitt 48,407E beträgt. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich hinter Dänemark auf Rang 2 und über dem EU-weiten Branchenentgelt (35,107E). Noch besser sieht die Einkommenssituation für die M+E Beschäftigten in Bayern aus: Hier liegt das durchschnittliche Entgelt bei 51,822E und damit 7% über dem bundes- und 47,6% über dem EU-weiten Durchschnitt.