
Am 1. März waren die Vorstände der 160 deutschen Börsenunternehmen in DAX, MDAX und SDAX mit 554 Männern und 136 Frauen besetzt. Das sind zwei Frauen weniger als vor sechs Monaten und entspricht einem Anteil von 19,7%. Seit dem 1. September 2025 waren nur 15% aller Neubesetzungen Frauen – vor 3 Jahren (1. Sept. – 1. März 2022/2023) waren es noch 48%. Bleibt es bei diesem geringen Frauenanteil bei den Neurekrutierungen, wird der Frauenanteil in den Vorständen schon sehr bald sinken.
In den Aufsichtsräten ist der Frauenanteil im letzten halben Jahr bereits erstmals gesunken: Hier liegt er am 1. März bei 36,5%, das ist ein Rückgang um 0,5 Prozentpunkte im Vergleich zum 1. September 2025.
„Die aktuellen Zahlen sind ein Alarmsignal: Anstelle von Fortschritten macht die deutsche Wirtschaft bei der Modernisierung ihrer Führungsstrukturen wieder Rückschritte – das kann nicht der Weg in eine erfolgreiche Zukunft sein“, kommentieren die Geschäftsführenden der AllBright Stiftung Dr. Wiebke Ankersen und Christian Berg. „Jetzt in alte Muster zurückzufallen, weil anderes wichtiger erscheint, ist gefährlich: Für die strukturelle Erneuerung der Unternehmen braucht es nicht weniger, sondern deutlich mehr Frauen als Katalysator für die notwendige Veränderung. Unsere Wettbewerbsländer sind längst deutlich weiter.“
















