direktstart bzw. Stern/Dreieckschaltung sind die heute noch üblichen Methoden des Motorenstarts. Trotz technischer Verbesserungen an Motoren wie an Schützen konnte das ruckartige Starten und Stoppen nicht beseitigt werden. Schäden an Motorenlagern und Getrieben, vorzeitiger Verschleiß, häufige Defekte bei Förderbändern oder kippende Güter beim Anfahren von Transportvorrichtungen sind nur einige Folgen. Der Start von Motoren mit Sanftanlauf/-auslauf reduziert die mechanische Belastung von Motoren, Wellen, Getrieben, Antriebsbändern und -riemen. Die Lebensdauer der mit Sanftanlauf gesteuerten Geräte wird damit wesentlich erhöht. Sanftanlaufgeräte werden eingesetzt, um die beim Direkteinschalten von Motoren auftretenden Stromspitzen zu vermeiden sowie einen stoßfreien Drehmomentanstieg während der Startphase zu ermöglichen. Auch Spannungseinbrüche werden kompensiert und somit die angeschlossenen Komponenten geschont. Die Sanftanlaufgeräte bieten einen störungs- und wartungsfreien Betrieb und stellen somit eine Alternative zu der Stern-Dreieck-Schaltung dar. Drei Kenngrößen Bei einem schonenden Motorstart spielen drei Faktoren eine wichtige Rolle: Motorspannung, Motormoment und Motorstrom. Beim Softstarter wird die Motorspannung durch Phasenanschnitt reduziert und innerhalb einer vorgewählten Rampenzeit von einer einstellbaren Startspannung bis auf den Wert der Netzspannung angehoben. So schont der sanfte An- und Auslauf die angekoppelte Mechanik vor stoßartiger Belastung und vermeidet Stromspitzen und Spannungseinbrüche. Beim Einschalten führen Strom- und Spannungsschwankungen zu Problemen im Netz. Die daraus resultierenden abrupten Drehmomentschwankungen belasten die Maschine. Sie führen zu hohem Wartungsaufwand und beeinflussen die Qualität der Produktion. Mit einem Softstarter kann man diese Nachteile verringern. Er gewährleistet einen schonenderen Drehmomentverlauf und reduziert den betrieblichen Kostenaufwand. Immer mehr Stromversorgungsunternehmen fordern die Einhaltung bestimmter Stromgrenzwerte. Beim Direktstart belasten hohe Einschaltströme das Netz, und beim Stern-Dreieck-Start kommt es zu Stromspitzen. Um diese Nebenerscheinungen zu vermeiden, ist die einstellbare Strombegrenzung der Softstarter die geeignete Lösung. Die einfachste Ausführung von Sanftanlaufgeräten ist 1-phasig. Hier macht man sich zunutze, dass der Motor im Stillstand nur dann ein Drehfeld erzeugen kann, wenn alle drei Phasen Spannung führen. Bei 2-phasigen Sanftanlaufgeräten liegt eine Phase direkt am Motor, die anderen beiden werden gesteuert. Der erzeugte Motorsanftanlauf ist bei diesen Softstartern sehr gut und die Anlaufzeit sowie die Anfangsspannung sind wählbar. Alle drei Phasen werden bei den 3-phasigen Sanftanlaufgeräten gesteuert. Anlaufzeit und Anfangsspannung können frei gewählt werden. Bei Sanftanlaufgeräten mit integrierter Wendeschaltung kann man den Sanftanlauf mit all seinen Vorteilen zu einer Sanftanlaufschaltung in beiden Drehrichtungen umfunktionieren. Ob man Druckstöße in Pumpenanlagen vermeiden, Anlaufströme bei großen Schwungmassen reduzieren oder das ruckfreie Anfahren in einer Förderanlage gewährleisten möchte, Softstarter bieten für viele Anwendung die sanfte Alternative für den ruckfreien und netzschonenden Motorstart. Dies trägt im Betrieb in vielfacher Hinsicht auch zur Kostenreduzierung bei. In den unteren Leistungsbereichen kommen die Direkt- und Wendestarter zum Einsatz, bei denen Sicherheits- und Diagnosefunktionen integriert sind. Diese Geräte haben meist einen Starterschutzschalter für den Kurzschlussschutz und einen elektronischen Überlastschutz. Die folgende Marktübersicht gibt einen Überblick der aktuellen Motor- und Sanftanlaufstarter.
Marktübersicht: Motor- und Sanftanlaufstarter
-
Für sicherheitskritische Anwendungen
Batterielose Multiturn-Kit Encoder
Posital hat zwei neue Drehgeber-Modelle (Kit Encoder) für sicherheitskritische Anwendungen vorgestellt.
-
Hutschienen-PC für raue Bedingungen
Das IT-Rückgrat der Fabrik
Die Industrie ist ein Gewohnheitstier. Sind Komponenten einmal eingebaut, müssen sie jahrelang ihre Funktion erfüllen. Keine einfache Aufgabe in der IT-Infrastruktur, die von einer kontinuierlichen Weiterentwicklung geprägt ist.…
-
Rose Systemtechnik-Geschäftsführer zum Vorstand des VDMA Elektrische Automation gewählt
Mathias Wolpiansky ist jetzt Vorstands-Mitglied des VDMA-Fachverbands Elektrische Automation.
-
Dassault Systèmes: Q2-Ergebnisse bestätigen Jahresziele
Dassault Systèmes hat seine geschätzten Finanzergebnisse gemäß IFRS für das zweite Quartal sowie für das erste Halbjahr zum 30. Juni veröffentlicht.
-
Stromversorgung
IPC-Netzteil erhält Schutzlackbeschichtung für raue Umgebungen
Bicker Elektronik erweitert sein lüfterloses 200W-Industrie-PC-Netzteil BEP-520C um eine standardmäßige Schutzlackbeschichtung (Conformal Coating).
-
Für Hochschwindigkeitsanwendungen
Sensorlose Fangschaltung
Mit Flying Restart erweitert Sieb & Meyer den Funktionsumfang seiner Drive Controller aus…
-
Sensorik
Induktiver Wegsensor überwacht thermische Gehäusedehnungen
Avibia erweitert sein Portfolio zur Schwingungs- und Zustandsüberwachung um den induktiven Wegsensor HEP-100…
-
Überbrückung von Netzunterbrechnungen
Puffermodule mit 20 und 40A
Mit den neuen PCC-1424-200-0 und PCC-1424-400-0 erweitert Block sein Portfolio um leistungsstarke Puffermodule…
-
Cybersecurity
Arm-basierte Industriecomputer erhalten IEC62443-4-2-SL2-Zertifizierung
Moxa hat für seine 64Bit-Arm-basierten Industriecomputer der UC-Serie mit dem Betriebssystem Moxa Industrial…
-
Industrielle Kommunikation
Modulare Routergeneration kombiniert Flexibilität, Edge Computing und Security
Insys Icom erweitert sein Portfolio um die modulare Routergeneration MRX.neo.
-
Engineering & Digitalisierung
Der ganz einfache Einstieg in die Produktionsanalyse
Mitsubishi Electric erweitert sein Softwareportfolio um die browserbasierte DataNavigateApp.
-
Mit dem Smartphone auslesbar
Nutzungsüberwachung für Crimpwerkzeuge
Im Schaltschrank- und Maschinenbau hängt die Qualität elektrischer Verbindungen maßgeblich von der Zuverlässigkeit…
-
Philip Harting verstärkt VDMA-Hauptvorstand
Der VDMA hat Philip Harting in den Hauptvorstand aufgenommen.
-
Schwere Industriesteckverbinder bei der Montage und Inbetriebnahme
Schneller verbunden, schneller produktiv
Mit welchen Herausforderungen sieht sich der Maschinen und Anlagenbau konfrontiert und welchen Beitrag…
-
Antriebstechnik
Hybridleitungen reduzieren Aufwand, Kosten und Störanfälligkeit
Antriebssysteme sollen heute kompakt, leistungsfähig und zuverlässig sein. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an…
-
Interview: Wie Hilscher und Schwarz Digits eine europäische Edge-to-Cloud-Infrastruktur für industrielle Datenräume und digitale Services aufbauen
Datensouveränität beginnt an der Maschine
Maschinendaten gelten als Grundlage für digitale Services, KI-Anwendungen und neue Geschäftsmodelle. Gleichzeitig steigen…
-
Rekordbeteiligung beim 2026 European Ethercat Plug Fest
Das 36. European Ethercat Plug Fest endete nach zwei intensiven Tagen am 15.…
-
Kanalabsicherung mit Switch-Mode-Design
Intelligente Fehlerstrategie für DIN-Schienen-Netzteile
24V-Schaltschränke für die DIN-Schiene enthalten wichtige Stromversorgungs- und elektronische Sicherungsvorrichtungen (E-Fuses) für eine…
-
Design, Produktsuche und Beschaffung auf einer Plattform
Nachschlagewerk für Automatisierer
Wer als Maschinen- oder Anlagenbauer schnell die richtigen Komponenten finden, Schaltpläne skizzieren und…
-
Elektroexporte wachsen etwas langsamer
Mit Warenlieferungen im Wert von 20,7Mrd.€ verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie auch…
-
DataTec verzeichnet 9% mehr Aufträge
DataTec hat das Geschäftsjahr 2025/2026 in einem angespannten wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich abgeschlossen.
-
NIS-2 in fünf Schritten strukturiert und pragmatisch umsetzen
So gelingt das Setup
Cyberangriffe auf industrielle Systeme sind längst keine Ausnahme mehr. Produktionsanlagen, Steuerungen und vernetzte…
-
Erfolgreiches Omlox-Plugfest
Auf dem Omlox-Plugfest prüften 21 Experten aus neun Unternehmen zwölf verschiedene Omlox-Komponenten, darunter…
-
Energy-Monitoring für nachhaltige Umgebungen
Plug&Play-Energieüberwachung
Facility-Management-Systeme (FMS) ermöglichen die Echtzeitmessung/-überwachung des Energieverbrauchs für die Kostenoptimierung. Sie unterstützen erweiterte…
das könnte sie auch interessieren
-
Ansatz für nachhaltige Produktentwicklung
Neue Kategorie der Weltdarstellung
-
Hochmanövrierfähige Fahrzeugplattform mit Hebeeinrichtung
Omnidirektional
-
-
Update-Management für vernetzte Maschinen
Aus Pflicht wird Potenzial
















