Kollaboration im Product Lifecycle Management-Kontext

Was die Weltwirtschaft angeht, so ist sie verflochten.\“ Ein typischer Zustand der verarbeitenden Industrie – dafür steht auch dieses Zitat von Kurt Tucholsky – ist die Vernetzung einer Vielzahl von Abhängigkeiten. Um in Zeiten der Globalisierung wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen gemeinschaftliche Prozesse, Standards und Modelle der Zusammenarbeit entwickelt und umgesetzt werden. In Arbeitsfeldern, die durch informationstechnische Hilfsmittel und das Internet geprägt sind, ist es üblich, den Begriff Kollaboration immer dann zu benutzen, wenn mehrere Beteiligte gemeinsam – gar gleichzeitig – an einem Projekt arbeiten. Vollständig implementierte Strategien, Systeme und Werkzeuge unterstützen Arbeitsteams dabei, effektiv zusammenzuarbeiten. Mit der adäquaten Unterstützung durch die passende IT-Lösung ist z.B. in der Produktentwicklung eine gemeinsame und zeitsynchrone Arbeit an Dokumenten oder Zeichnungen möglich. Auch der Aufbau von verteilten Projekt- oder Produktdatenbanken, mit der Möglichkeit des Zugriffs von verschiedenen Standorten aus, wird auf diese Weise unterstützt. Engineering Trends Im Sommer 2008 wurden Verantwortliche für die Produktentwicklung in verschiedenen Sparten der Fertigungsindustrie angesprochen und um Antworten auf den Fragenkatalog einer Studie über Trends in der Produktentwicklung im deutschsprachigen Raum gebeten. Vier Themengebiete stehen, so ergaben die Antworten, derzeit absolut im Vordergrund: Der Anteil der Ingenieurdisziplinen an Produktwertschöpfung und Beschäftigtenzahl, die Organisation der Produktentwicklung und ihres Managements, die Nutzung von IT zur Unterstützung der Entwicklungsprozesse und ihre Integration mit Hilfe von Produktdatenmanagement (PDM) und schließlich die Bedeutung sogenannter Megatrends in der Praxis. Die zunehmende Notwendigkeit interdisziplinärer Abstimmung von verteilt entwickelten Produktkomponenten beantworten die Unternehmen unterschiedlich. Während die Großindustrie stärker auf neue Strukturen der Arbeitsorganisation setzt, spielt die flexible, aber kontinuierliche Abstimmung während der gesamten Projekte bei den kleineren Unternehmen die größere Rolle. Allerdings gibt es bei den kleinen und mittleren Firmen auch wesentlich weniger namentlich benannte Verantwortliche für Prozessmanagement und PLM als bei den großen. Die Nutzung der IT als unmittelbares Werkzeug zur Produktentwicklung hat sich im Bereich Mechanik-Konstruktion bereits sehr stark in Richtung 3D verschoben. Nicht alles, was auf Kongressen und Veranstaltungen als Megatrend ausgerufen wird, hat dies verdient. PLM allerdings, das zeigt die Umfrage, ist in wichtigen Teilen der Fertigungsindustrie gesetzt. Die vollständige Studie kann bei sendler\\circle in München zum Preis von 238 E erworben werden. www.sendlercircle.com