Ein Jahr Aufschwung, und was für einer. Gut, es war schon vor einem Jahr absehbar, dass es wieder aufwärts geht und unter dem Titel \“Wir sind noch mal davon gekommen\“ haben wir das an dieser Stelle vor genau 12 Monaten auch prophezeit. Aber was dann an Dynamik entstanden ist, damit haben wohl nicht einmal die optimstischsten Optimisten gerechnet. Nicht wenige Unternehmen der Automatisierungsbranche haben die Verluste von 2009 überkompensiert. Die Auftragsbücher vieler Automatisierungsanwender sind wieder gut gefüllt und Luxusprobleme wie Fachkräftemangel und Lieferengpässe, die in der Krise völlig irreal erschienen, werden wieder zum Alltag. Auch 2011 kann allem Anschein wieder ein sehr gutes Jahr werden, Prognosen, die darüber hinausreichen wagt angesichts der zurückliegenden Krise jedoch kaum noch ein Analyst. Da die entscheidenden Risikofaktoren nicht mehr aus der Produktionswirtschaft sondern aus dem Finanzsektor sowie dem internationalen Terrorismus stammen, sind die Vorhersagen ohnehin nahezu unmöglich. Die Herausforderungen der Zukunft sind geprägt von dem Wachstum der Weltbevölkerung und der Verknappung der Ressourcen. Ohne moderne Automatisierungstechnik sind diese Aufgaben jedenfalls nicht zu bewältigen. Ich wünsche Ihnen schöne Feiertage und ein großartiges 2011. Ihr Kai Binder Kasten: Leseempfehlung Nach der SPS/IPC/Drives ist unsere wichtigste Leseempfehlung unser umfangreicher Messereport. Dabei sollten Sie nicht verpassen, sich auch folgende Artikel und Schwerpunkte anzuschauen: Über 50.000 Automatisierer kamen zur SPS/IPC/Drives 2010 Seite 10 Hans Wimmer (B&R) spricht über Anforderungen an die Steuerungstechnik Seite 54 SPS-Programmierung: Mit Hochsprache in die Zukunft der Automatisierung Seite 88 FDT: Verschmelzung von IT- und Automatisierungstechnik Seite 93 Marktübersicht Dezentrale E/A-Systeme ab IP65 Seite 134 Industrielle Datenfernübertragung: Welche Techologie für welche Anwendung? Seite 101
Super 2010: Das nächste Jahr kann kommen
Für die Automatisierung war es ein furioses Jahr und auch 2011 scheint weiter aufwärts zu gehen, aber die Vorhersagen werden zunehmend schwieriger. Denn die systemimmanenten Faktoren des Wirtschaftssystems sind heute deutlich leichter einzuschätzen als die externen Faktoren, die das Finanzsystem und der internationale Terrorismus mit sich bringen.
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