Das WZL hat fünf Energieketten an einem hoch dynamischen Linearprüfstand mit Direktantrieb getestet. Untersucht wurden die Energiekette \’E6\‘ und die Serie 380 aus dem \’E4.100\‘-Standardprogramm (beide: igus) sowie drei vergleichbare Energieketten von anderen Anbietern. Die betrachteten Energieketten haben alle Innenbreiten von 100 bis 105mm und Innenhöhen von 42 bis 52mm. Die Verfahrgeschwindigkeit sowie die Beschleunigung des Schlittens wurden variiert (Verfahrgeschwindigkeiten: 25, 50, 100 und 200m/min; Beschleunigungen: 10 und 20m/s2). Die Schwingungen im Bereich der Energieführungsketten wurden mithilfe von zwei dreiachsigen Beschleunigungssensoren am Mitnehmer und an der Auflagerinne mit 6.000Hz gemessen. TÜV Rheinland attestiert leisen Lauf Die auf den Mitnehmer wirkende Energie, so das Ergebnis der RWTH Aachen, ist bei der igus-Energieführung \’E6\‘ um bis zu 28% geringer als bei den anderen getesteten Energieketten. \’E6\‘ ist mit Abstand am vibrationsärmsten. Zu der attestierten Laufruhe passt weiter ein amtliches Gutachten des TÜV Rheinland, wonach die \’E6\‘ auch beim Geräuschverhalten besonders leise abschneidet. Und bei Tests im firmeneigenen Technikum schließlich wurde die Energiekette bereits mit 37dB(A) freitragend bei 1m/s getestet. Federelement mit 220 Mio. Zyklen getestet Charakteristisch für die igus-Energiekettenserie \’E6\‘ ist, dass die klassische Bolzen/Bohrung-Verbindung durch ein elastisches Federelement aus Kunststoff ersetzt wurde. Der sogenannte Polygoneffekt, der beim Abrollen einer Energieführung auftreten kann, wird auf ein Minimum reduziert. Das führt zu einer niedrigen Geräuschentwicklung und einem vibrationsarmen Lauf der Energiekette. Diese Eigenschaften kommen gut zur Wirkung in der Kombination mit Linearmotoren, wo sich mit der \’E6\‘ extrem hohe Beschleunigungen besonders laufruhig realisieren lassen. Das elastische Federelement der \’E6\‘-Energiekette wurde im igus-Labor mit 220Mio. Zyklen erfolgreich getestet. Nahezu abriebfrei laut Fraunhofer Institut Die Energiekette \’E6\‘ lässt sich durch den modularen Aufbau in einzelne Glieder an jeder beliebigen Stelle längen und kürzen. Das Federelement verbindet dabei die einzelnen Seitenteile zu einer robusten Energieführung, die bei hoch dynamischen Anwendungen auch nach Millionen von Biegewechseln störungsfrei funktioniert. Die Polymerfeder- bzw. Verbindungselemente sind nahezu abriebfrei, wie Tests des IPA Fraunhofer Instituts belegen. Mit ihrer Abriebfestigkeit bzw. Verschleißarmut ist die Energieführung \’E6\‘ nach Angaben des IPA Fraunhofer Instituts für Reinraumanwendungen geeignet (mit Sondermaterial ISO-Klasse 1 realisierbar). Weitere typische Einsatzgebiete sind Laser-/Brennschneidanlagen, Mess-/Prüfmaschinen, Halbleiter- und Elektronikindustrie, Medizin- und Pharmatechnik, Werkzeugmaschinen, Automation und schnelle Handlings. ESD-Ausführung für konstante Leitwerte Schließlich ist die Energieführung \’E6\‘ auch als ESD-Ausführung lieferbar (ESD = \’electronic-static-discharge\‘), insbesondere zur Sicherheit in Ex-Schutz-Bereichen sowie zur ESD-Störsicherheit in empfindlichen Produktionsbereichen. Die \’E6-ESD\‘-Kette ist aus dem igus-Sonderwerkstoff \’GC\‘ gefertigt, der von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) zertifiziert worden ist. Auch hier spielt das Federelement wieder eine zentrale Rolle. Durch ihn sind die einzelnen Glieder der Energiekette durchgehend – in allen Einbaulagen – mechanisch und elektrisch miteinander verbunden. So erreicht \’E6-ESD\‘ im Resultat dauerhaft konstante Leitwerte ohne Kontaktflächenverschleiß. Hannover Messe 2008: Halle 17, Stand J14
RWTH Aachen testet Schwingungsverhalten von Energieketten: Leise und vibrationsarm
In Produktionsanlagen, Robotern und Werkzeugmaschinen kommen Energieketten zum Einsatz, um Leitungen und Schläuche zu führen und zu schützen. Dabei treten bei der Verfahrbewegung der Energieketten häufig Schwingungen an der Auflagerinne sowie am Mitnehmer auf. Jetzt hat das Laboratorium für Werkzeugmaschinen und Betriebslehre (WZL) der RWTH Aachen eine Studie durchgeführt zu \’Schwingungsuntersuchungen an Energieführungsketten\‘. Ergebnis: Die Energieführung \’E6\‘ aus dem Hause igus GmbH, Köln, zeichnet sich durch die höchste Vibrationsarmut bzw. Laufruhe aus.
igus GmbH
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