Abwicklung eines Atex-Projektes: Berührungslose Temperaturmesstechnik für den Ex-Bereich

Die Experten des Bartec Atex Services haben sich innerhalb von mehr als 30 Jahren mit einer Vielzahl von Fragestellungen im Bereich des Explosionsschutzes auseinandergesetzt. Diese langjährige Erfahrung bildet die Grundlage für die Unterstützung, die Bartec bei der Umsetzung der neuen Atex-Richtlinien bietet. Eines der Atex-Projekte beschäftigte sich mit der \’Zündquellenanalyse an nicht-elektrischen Betriebsmitteln\‘ in der Anlage eines Chemieunternehmens. In diesem Projekt wurde eine Reihe von Behältern mit Rührwerken beurteilt. Eine größere Anzahl von Rührwerken in diesem Betriebsteil ist noch mit Stopfbuchsendichtungen ausgestattet. Diese Dichtungssysteme entsprechen jedoch nicht mehr dem neuesten Stand der Technik, sie gelten als veraltet und überholt und müssen daher beim Einsatz im Ex-Bereich ausgetauscht werden bzw. dürfen sie nur verwendet werden, wenn ein Temperaturanstieg über die maximale Oberflächentemperatur hinaus ausgeschlossen werden kann. Es sollten Vorrichtungen eingesetzt werden, welche die Temperatur überwachen und das Gerät abschalten. Die entsprechende Norm fordert dies. Berührungslose Temperaturmesstechnik Als Lösung stellte Bartec Atex Service dem Betreiber das Sys­tem der berührungslosen Temperaturmessung mittels Pyrometern – Thermophil Infrasmart R302 – vor. Die Integration dieser Pyrometer in bestehende Leitsysteme des Anlagenbetreibers ließ sich gut umsetzen. Die Zweidrahttechnik (4-20mA) ist ein seit vielen Jahren bewährter Standard. Darüber hinaus bieten die Pyrometer die volle Hart-Funktionalität. Somit ist es möglich, über die Leittechnik die Parametrierung und Wartung abzuwickeln. Effizientes \’Asset Management\‘, d.h. die Nutzung eines Informationssystems zur optimalen Anlagenverwaltung, gewinnt unter Betrachtung dieser Aspekte eine stetig wachsende Bedeutung. Ziel ist es, alle Gerätedaten auf einem System verfügbar zu machen. Die dafür erforderlichen Schnittstellenbeschreibungen DTM oder PDM werden von Bartec zur Verfügung gestellt. Ein Durchgriff von der Leittechnik zum einzelnen Sensor ist somit sichergestellt. Das System der berührungslosen Temperaturmessung wurde an vier Rührwerken mit unterschiedlichen Einsatzbedingungen über einen Zeitraum von rund drei Monaten getestet. Die Ergebnisse dieses Tests überzeugten: – die Pyrometer sind sehr einfach zu montieren und ins Prozessleitsystem einzubinden, – sie sind service- und wartungsfreundlich, – ihre kompakte Bauweise überzeugt, – sie liefern genaue Messergebnisse, auch bei rotierenden Objekten, – aufgrund des kompakten Edelstahlgehäuses und der Luftspüldüse ist ihr Einsatz auch unter rauen Bedingungen problemlos möglich, – die Pyrometer sind die preiswerte Alternative zum Tausch des Dichtungssystems gegen Gleitringdichtungen oder gar des ganzen Rührbehälters. Neben dem Einsatz der Pyrometer ist auch die regelmäßige Überprüfung der Messmittel Vorschrift und heute üblich. Speziell bei sicherheitsrelevanten Applikationen, wie den Rührwerken ist dies zwingend notwendig. Dabei ergibt sich jedoch folgendes Problem: Eine Infrarotstrahlung, wie sie von den Pyrometern ausgeht, ist nicht so einfach darstellbar. Aus diesem Grund stellt das Unternehmen dem Anwender Prüfmittel, in diesem Fall mobile Schwarzstrahler, zur Verfügung. Die Kosten für Überprüfung und Rekalibrierung können somit deutlich reduziert werden. Parallel dazu erhöht sich die Verfügbarkeit der Systeme. Praxisnahe Umsetzung Die Experten des Bartec Atex Services erarbeiteten gemeinsam mit dem Betreiber eine praxisnahe Lösung, um die Sicherheits-Anforderungen im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung zu erfüllen. Zum einen boten die Atex-Speziallisten die Bestandsaufnahme und Prüfung der Geräte und Systeme inklusive der zugehörigen Dokumentation sowie der sicherheitstechnischen Bewertung der vorhandenen Rührwerke. Zum anderen übernahmen die Experten auch die Überprüfung vorhandener Unterlagen zum Explosionsschutz, die Erstellung des Explosionsschutzdokumentes sowie die Qualifikation befähigter Personen im Explosionsschutz. HannoverMesse: Halle 7 Stand B30