Angepasste und integrative Ventilinseln: Die Umwelt im Griff

Um Struktur in Verkabelung und Verschlauchung zu bringen, ist Integrationsfähigkeit gefragt. Das dezentrale Installationssystem CPI ermöglicht eine Vor-Ort-Installation von bis zu 16 Ventilinseln und E/A-Modulen mit Hilfe eines hybriden Verkabelungssystems. So können für verteilte Automatisierungsaufgaben im Radius von 10m per Plug&Work bezüglich Verkabelung und Bus-Konfiguration Automatisierungsstrukturen rund um die pneumatische Steuerkette aufgebaut werden. Dezentrales Installationssystem Das dezentrale Installationssystem CPI bindet die modulare Ventilinsel MPA ein. Damit sind im Vergleich zur bisherigen Lösung mit der kompakten Ventilinsel CPV mehrere Vorteile verbunden: mehr Ventilspulen pro Ventilinsel (32 statt 16), die individuelle Konfiguration der Ventilfunktion inkl. Ventilgrößen-Mix und im Servicefall der einfache Austausch der Anschlussplatten-Ventile. CPI ermöglicht die Einbindung der kompakten Ventilinsel CPV-SC. Steuerung und Vernetzung Die einfache Bus-Installation und die geringen Anschaltkosten pro Slave sind Gründe für den Erfolg von AS-Interface, das sich als E/A-Bussystem neben den Feldbussystemen etabliert hat. AS-Interface ist in den Ventilinseln MPA und VTSA integriert. Das schließt Eingänge für die Sensor-Rückmeldung der pneumatischen Steuerkette immer ein. Und AS-Interface entwickelt sich weiter: Mit der Spezifikation 3.0 entstehen neue Möglichkeiten bei der Einbindung von AS-Interface-Geräten. Das gilt besonders für die Ventilinsel CPV, die nun auf Basis der neuen Spezifikationen flexibel in Automatisierungsstrukturen eingebunden werden kann. Raue Umgebungsbedingungen Das modulare Terminal CPX integriert die Industrial Ethernet-Protokolle Modbus/TCP, Ethernet/IP, Ethercat und Profinet – IT-Lösungen inklusive. Das reduziert die Anzahl der Bussysteme und die Übergänge in der Steuerungs- und Bus-Architektur. Außerdem ist das Terminal flexibel in der E/A-Anschlusstechnik, bei der Feldbus-Einbindung, und beim Spannungsversorgungs-Konzept. Ausgestattet ist es zudem mit leistungsfähigen Modulfunktionen. Bei rauen Umgebungsbedingungen wie beispielsweise im Automobil-Rohbau ist mehr als Standard gefragt. Erhöhte Medien-Beständigkeit und Resistenz gegen Vibrationen und Stöße sind gefordert. Als Variante des in Polymer ausgeführten Terminals begegnet CPX-Metall diesen Anforderungen mit einer Resistenz gegenüber Medien wie Schweiß-Spritzern. Ein hartes Gehäuse aus Metall sowie die konstruktive Auslegung des integrierten Verkettungssystems und der Elektronik unterstreichen die Robustheit bei Schockbelastungen. Mit der Verschraubung \’Modul für Modul\‘ lassen sich die einzelnen CPX-Module einfach austauschen. Die Ventilinsel-Konfiguration lässt sich deshalb bei der Inbetriebnahme und während der Produktion erweitern und an neue Anforderungen anpassen. Die Kompatibilität der einzelnen Komponenten – egal ob aus Metall oder Kunststoff – bleibt erhalten. Wenige Schnittstellen Durch die Integration von weiteren Funktionen in die Ventilinsel entwickelt sich das modulare Ventilterminal zum funktionalen Terminal. Schnittstellen in Form von Kabeln und Schläuchen können entfallen und reduzieren den Platzbedarf des Automatisierungsgerätes in der Maschine. Durch das Ersetzen der neutralen Steuerungs-Signale (wie digitale und analoge E/As) durch eine direkte Anbindung der Funktionsmodule an das Bus- und Steuerungssystem erhöhen sich Transparenz und Durchgängigkeit von Peripherie zu Anwenderprogramm. Damit kann man auf Diagnose-Informationen zugreifen, Fehler lokalisieren und Module austauschen. Beispiele für die Integration von Funktionen in der CPX/MPA sind IT-Leistungen wie Web-Server (in Industrial Ethernet-Knoten), ein Front-End-Controller (FEC), ein End-Position-Controller (CMPX), ein Proportional-Ventil (VPPM) oder ein Drucksensor zur Erfassung von internen Ventilinsel-Drücken bzw. externen Signalen.