Automatisierungssystem mit komponentenorientierter Programmierung

Pilz präsentierte auf der Hannover Messe dem Fachpublikum erstmals das Automatisierungssystem PSS4000. Das Unternehmen bietet damit eine Lösung für alle Aufgaben der Maschinensteuerung und der Sicherheitstechnik sowie für die Bereiche Motion Control, Diagnose und Visualisierung. Dabei spielt die Software-Plattform PAS4000 (Pilz Automation Suite) eine zentrale Rolle. Die Tools der Software-Plattform für alle Aufgaben der Programmierung und Parametrierung sind mit einheitlichen Daten- und Benutzerschnittstellen aufeinander abgestimmt. PAS4000 bietet die nach IEC61131-3 etablierten Programmiersprachen an. Darüber hinaus hat Pilz das Konfigurationstool des Steuerungssystems PNOZmulti weiterentwickelt und stellt mit PASmulti einen eigenen Editor bereit. Bei PAS4000 stellt die komponentenorientierte Programmierung einen zentralen Aspekt dar. In einer beliebig erweiterbaren Bibliothek stehen geprüfte Software-Bausteine für gängige Funktionen zur Verfügung. Neu ist, dass diese Bibliothek durch eigene Komponenten erweitert werden kann. Die Arbeit mit Komponenten ermöglicht es auch, die Programmierung von der Hardwarekonstruktion zu entkoppeln, sodass Projekte parallel abgewickelt werden können. Mit PAS4000 lassen sich Standard-Steuerungsfunktionen und erstmals auch Sicherheitsfunktionen vollständig symbolisch erstellen und verwalten. Erst dann, in einem späteren Schritt, wird diese Zuordnung (Mapping) auf die Hardware übertragen. Alle SafetyNET p-Geräte können hier direkt auf diese systemweite Mapping-Tabelle zugreifen. Bei späteren Änderungen muss keine Verdrahtung geändert werden. Auch der Tausch von Hardware ist einfach. Die symbolische Bezeichnung und Adressierung von Peripheriesignalen, Programmen und Geräten ist durchgängig umsetzbar. Durch die selbsterklärenden Bezeichnungen wird die Orientierung in der Maschine oder Anlage bei der Programmierung und späteren Service-Aufgaben erleichtert.