Back to the SPS

Der Veranstalter der SPS/IPC/Drives, die Mesago, hat offensichtlich mal wieder alles richtig gemacht, sodass auch der kurze Wintereinbruch am Vormessetag den Besucherrekord der Veranstaltung nicht gefährden konnte. In diesem Jahr waren 45.900 Besucher nach Nürnberg gekommen, um sich auf der SPS/IPC/Drives, der Fachmesse für Automatisierungstechnik, über Produktneuheiten, Trends und Technik zu informieren. Das waren rund 2.000 mehr als im Vorjahr. Das klingt nicht viel, sind aber ca. 5% mehr, und die muss man als Veranstalter heute erst einmal mobilisieren. Erstmals nutzten die mehr als 1.300 Aussteller zehn Messehallen. Vor allem am Mittwoch, dem zweiten Messetag, war das Durchkommen in den Gängen zeitweise schwierig. Wo sich die Besucher drängten, zogen häufig ausgefallene Präsentationen der Aussteller die Blicke auf sich: Am Stand von Exor beispielsweise wurden die Möglichkeiten der Fernwartung an einem per Telefon gesteuerten Wasserspiel demonstriert (Bild links), bei Berges electronic bewiesen Produkte ihre Schutzart hinter einem Wasserfall, andere Anbieter zogen mit riesigen Modellen der Produktneuheiten die Aufmerksamkeit auf sich.

Energieeffizienz wird immer wichtiger

Während der drei Messetage in Nürnberg standen nicht nur die vorgegebenen Themenschwerpunkte Safety & Security, Ethernet in der Automatisierung und Motion Control im Mittelpunkt des Besucherinteresses: Auch das Thema Energieeffizienz stand hoch im Kurs. Dabei ist das durchaus nicht nur etwas für Naturschützer. Beispielsweise zeigten die Anbieter, dass sich die Kosten für geregelte Antriebe teilweise binnen Monaten amortisieren. Es zeigte sich, dass neben energiesparenden Komponenten auch geschickte Instandhaltungskonzepte immer wichtiger werden. Ein weiterer Trend ist ungebrochen, den vom Komponentenanbieter zum Systemanbieter: Immer häufiger bieten die Hersteller inzwischen neben einzelnen Komponenten ganze Systeme oder Anlagen inklusive Serviceleistungen an. Und eine längst überkommen geglaubte Mechanik war auch wieder anzutreffen, denn bei Industrial Ethernet-Lösungen scheint der Wettbewerb härter zu werden: Manche Diskussionsrunde erinnerte doch erstaunlich an längst überkommen geglaubte Rhetoriken aus dem \’Feldbuskrieg\‘ der 90er-Jahre.

Andrang am Stand des SPS-MAGAZINs

Das Team des SPS-MAGAZINs stellte sich ebenfalls mit einem eigenen Stand vor. Das Interesse an den Produkten war groß: Am dritten Messetag waren sämtliche Exemplare der Sonderausgabe des SPS-MAGAZINs zur SPS/IPC/Drives und sämtliche Restbestände des Automatisierungs-ATLAS vergriffen. Unsere Redaktion hat Ihnen auf den folgenden 25 Seiten die wichtigsten Eindrücke zusammengestellt. Kommen Sie mit uns auf einen nachträglichen kleinen Rundgang über die Messe.