Fehler erkennen und gemäß Fehlerart reagieren

In elektrischen Anlagen kann es also zu unterschiedlichen Fehlern und Zuständen kommen. Abhängig von unterschiedlichen elektrischen Faktoren wird zwischen verzögerter oder unverzögerter Abschaltung unterschieden. Wird hingegen erkannt, dass es sich um eine Last mit hoher Eingangskapazität handelt, wird nicht abgeschaltet. Diese Kapazität kann bis zu 75.000µF betragen – somit lassen sich größere Lasten problemlos einschalten. Liegt der Strom zwischen 0 und 80% des eingestellten Werts, leuchtet die entsprechende LED \’Kanal\‘ grün – und alles ist im grünen Bereich (Bild 4). Erhöht sich der Strom auf einen Wert zwischen 80 und 110%, wird dies elektrisch ausgegeben und durch ein gelbes Leuchten signalisiert. Der Kanal bleibt im Betrieb, das Signal dient als Vorwarnung. Der Überlastfall – der Bereich von 110 bis 130% – wird durch alternierendes Blinken in gelb und rot angezeigt. Die Abschaltung erfolgt dann nach einer Verzögerung von 30s. Als Kurzschluss wird der Strom erkannt, wenn er bei über 130% liegt, bei 150% wird der Strom dann aktiv begrenzt, um andere Verbraucher vor Spannungseinbrüchen zu schützen. Die Abschaltung erfolgt im Kurzschlussfall nach 20ms – die Versorgungsspannung wird dabei nicht beeinflusst.

Optische und elektrische Meldung des Anlagenzustands

Durch eine potenzialfreie Signalisierung kann der Geräteschutzschalter CBM in die Diagnose einer jeden Maschine eingebunden werden. Die fehlerhaften Bereiche sowie die Art des Fehlers werden über leuchtende oder blinkende LEDs am Gerät angezeigt. Weil auch zwischen Unter- oder Überspannung unterschieden wird, vereinfacht sich die Diagnose erheblich, und auch die Standzeit wird deutlich reduziert.

Fazit

Das wichtigste für den zuverlässigen Betrieb einer Anlage ist die Auslegung der elektrischen Komponenten und eine konstante Spannungsversorgung. Durch den Einsatz der richtigen Schutzgeräte – und dazu zählen die elektronischen mehrkanaligen Geräteschutzschalter vom Typ CBM von Phoenix Contact – wird die Anlagenverfügbarkeit erhöht, und die Verbraucher werden im Fehlerfall nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Diagnose nach einem Fehlerfall kann gezielter erfolgen, und auch die Standzeit verringert sich deutlich. Die Ströme lassen sich stufenweise verändern und decken über den erweiterten Einstellbereich von 0,5 – 10A DC den größten Teil der eingesetzten Verbraucher ab.

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