Energie effizient nutzen

Derzeit wird branchenweit viel über Energiesparende Antriebstechnik gesprochen und geschrieben – und das ist auch gut so. Auf der Pressekonferenz von Festo wurde dieses Thema noch einmal erweitert, denn auch die richtige Wahl der Antriebstechnik, also Pneumatik, Elektrik oder Hydraulik und deren Auslegung, hat erheblichen Einfluss auf den Energiebedarf. Energieeffiziente Lösungen von Handhabungsaufgaben seien aber nur durch eine gesamtheitliche Analyse realisierbar, erläuterte Michael Fraede während der Festo-Pressekonferenz auf der SPS/IPC/Drives. Festo unterstütze Anwender bei einer energieeffizienten Auslegung ihrer Maschinen und Anlagen und wolle dabei auch helfen, die Kosten zu optimieren. Bereits bei der Auslegung von elektrischen Antriebslösungen würden oft Energieverschwendungen einkonstruiert, wenn z.B. die einzelnen Komponenten wie Antriebsmechanik, Getriebe und Motor getrennt ausgelegt werden. Hier wird mit Sicherheitsfaktoren in der Größenordnung von 1,3 bis 2 konstruiert, um alle Eventualitäten abzudecken. Dadurch ist in einer einzelnen Achse dieser Sicherheitsfaktor mehrmals enthalten und der Motor wird oft doppelt so groß gewählt wie eigentlich notwendig – nicht selten nimmt dabei der Wirkungsgrad um über 50% ab. Eine weitere Gefahr: Wird nur der Wirkungsgrad einer bestimmten Technik betrachtet, ohne die weiteren elektrischen Komponenten in die Berechnung einzubeziehen, geht man häufig von falschen Annahmen aus. Denn bei elektrischen Antriebslösungen müssen neben Achsmechanik, Zahnriemen, Gleitspindel oder Kugelspindel auch das Getriebe, der Servomotor und der Motorcontroller bedacht werden – der Gesamtwirkungsgrad berechnet sich aus der Multiplikation der Einzelwirkungsgrade. Um den Anwender bei der Auswahl der bestmöglichen Lösung und der zugehörigen Komponenten zu unterstützen, übernimmt jetzt eine Software die Berechnung. \’Positioning Drives\‘ errechnet die Belastungskennwerte für den ausgewählten Antrieb in maximal vier Arbeitsschritten: Applikationsparameter und benötigte Zykluszeiten eingeben, Fahrzyklen bearbeiten und das gewünschte Lösungspaket auswählen. Danach gibt das Programm die Detailergebnisse wie Motorkennlinie, Systemdaten, Produktdaten und Stückliste aus.