Eplan Mechatronic Integration-Module

Das Eplan Mechatronic Integration (EMI)-Modul \’Piping\‘ hat Eplan Software & Service für die Planung von Rohr- und Schlauchleitungen entwickelt. Das Modul \’Collaboration\‘ unterstützt den Konstrukteur beim gewerkeübergreifenden Handling von Bauteilen. Das erste Modul konzentriert sich auf den integrativen Engineering-Prozess. Der Fluid-Konstrukteur kann – in Zusammenarbeit mit dem Mechaniker – Verrohrungen und Schlauchleitungen projektieren. Vor allem bei der Pneumatik und Hydraulik ist der Nutzen der gewerkeübergreifenden Konstruktion von Vorteil: Ohne realen Prototypen wird im Rechner die Länge bzw. die Leitungsführung festgelegt. Die Längen sind dann in Eplan Fluid abrufbar. Die Leitungen können direkt konfektioniert werden, ohne dass man an der Maschine \’Maß nehmen\‘ muss. Das zweite Modul stellt die Verbindung der Gewerke auf Bauteilebene her. Der Mechanik-Konstrukteur erstellt bei seiner Arbeit einen Warenkorb, auf den der Projekteur bei der Planung der Automatisierungskomponenten zugreift. So entsteht auf einer ganz grundlegenden Ebene ein Abgleich. Das Modul erkennt Diskrepanzen und gibt dann eine Meldung aus: Auf diese Weise werden laut Hersteller Fehler und Inkonsis-tenzen vermieden. Wenn der Anwender ein Produktdatenmanagement (PDM)-System nutzt und die CAx-Tools darüber mit den kaufmännischen IT-Systemen wie z.B. einem Produktionsplanungs- und Steuerungssystem (PPS)-System verbunden sind, kann er einen Elektromotor nicht nur als mechanisches 3D-Modell hinterlegen, sondern das Bauteil in den Metadaten als EMI-relevant kennzeichnen. Bei der Übernahme der 3D-Ansicht aus dem PDM-System in die mechanische Zeichnung wird der Motor dann automatisch als EMI-Bauteil gekennzeichnet. So entsteht ein durchgängiger Datenfluss ohne Medien- und Systembrüche. Bei der Verbindung von der mechanischen zur elektrotechnischen Konstruktion nutzen beide Systeme eine gemeinsame Datenbasis. Der Konstrukteur in Elektro- und Fluidtechnik nutzt also das 3D-Modell, das sein Kollege in der mechanischen Konstruktion mit dem Autodesk Inventor erstellt hat, als Grundlage für seine Arbeit mit der Plattform. Dabei ist der Zugriff selektiv: Das 3D-Modell stellt der Elektro-, MSR- und Fluid-Konstruktion exakt die Funktionen bereit, die für ihre Aufgabe relevant sind. Der Konstrukteur kann im Modell und im mechanischen Strukturbaum navigieren, jedoch die mechanische Ausprägung nicht verändern.