Die Anforderungen an die Materialien, Werkzeuge und damit auch die Energieführungsketten definiert die ESD-Norm DIN EN61340. Dort ist festgelegt, dass die Ketten gegen unkontrollierte Entladungen gesichert und von einem Anschlusswinkel zum anderen leitfähig sein müssen. Um dem strengen Anforderungsprofil der Norm und den hohen Qualitätsansprüchen der Elektronikproduktion gerecht zu werden, hat Tsubaki Kabelschlepp auf der Basis moderner Funktions- und Nanomaterialien einen Spezialkunststoff entwickelt. Dieses Material zeichnet sich durch eine besonders feingliedrige Matrix aus und erfüllt die Anforderungen der ESD-Norm hinsichtlich der Ableitfähigkeit und des Widerstandsverhaltens auch nach längerem Einsatz, so der Hersteller. Eine ESD-Kennzeichnung auf den Energieführungsketten sowie ein Qualitätssicherungszertifikat sollen garantieren, dass die Praxistauglichkeit der ESD-Energieführungen unter strengen Bedingungen erfolgreich getestet und bestätigt wurde. Hohe elektrische Leitfähigkeit durch Nanotubes Das ESD-Material für die Energieführungsketten wird mittels Nanotechnik modifiziert und u.a. mit sogenannten Carbon Nanotubes (Kohlenstoff-Nanoröhrchen mit einem Durchmesser von wenigen Nanometern und einer Länge von einigen Mikrometern) versehen. Die Nanotubes dienen als funktioneller Füllstoff und besitzen aufgrund ihrer graphitischen Oberflächenstruktur eine hohe elektrische Leitfähigkeit. Kunststoff-Energieführungsketten aus diesem Material liegen mit einem Oberflächenwiderstand von 105? im Optimalbereich der von der ESD-Norm geforderten Werte. Durch die große spezifische Oberfläche und die sehr gleichmäßige Verteilung der Nanotubes im Material wird diese gute Leitfähigkeit auch an den Kontaktstellen zwischen den Kettengliedern und damit über die gesamte Kettenlänge erreicht. So konnte bei einer Kette des Typs ET0320.025.030.038 in ESD-Ausführung mit 125 Gliedern und einer Länge von 4.000mm ein Widerstand von 105? gemessen werden. Zusätzliche Stabilität inklusive
ESD-Energieführungsketten: Spezialkunststoff verhindert elektrostatische Entladungen
Unkontrollierte elektrostatische Entladungen (engl. electrostatic discharge – ESD) führen bei der Herstellung mikroelektronischer Bauteile, Halbleiter oder Solarkollektoren häufig zu Problemen. Kurze, hohe Stromimpulse können die sensiblen Bauelemente beschädigen und zählen entsprechend zu den qualitätskritischen Fertigungsfaktoren. Diese Entladungen können unter anderem auch an den Energieführungsketten in den Produktionsanlagen entstehen. Der Hersteller Tsubaki Kabelschlepp begegnet diesem Problem mit Energieführungsketten aus einem neu entwickelten Kunststoff, die einen anforderungsgerechten ESD-Schutz garantieren sollen.
TSUBAKI KABELSCHLEPP GmbH
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