Industrial Ethernet-Lösung

Für Industrial Ethernet-Umgebungen eignet sich die Variante des explosionsgeschützten Remote I/O-Systems IS1, die via Modbus TCP kommunizieren kann. Zwar fehlen dem Protokoll standardisierte Mechanismen zur Konfiguration, Parametrierung und Diagnose, doch ein von R. Stahl entwickelter DTM soll IS1-Systeme entsprechend für Standard-Softwarepakete wie Pactware, Fieldcare, Fieldmate u.a. zugänglich machen. Auf das Modbus-Protokoll in seiner Ethernet-fähigen Version fiel die Wahl aufgrund der effektiven Datenübertragung, der einfachen Implementierung und Handhabung sowie der Tauglichkeit für redundante Strukturen. Zudem wird es von fast allen Leitsystemen, etwa Emerson Delta V oder Yokogawa Centum CS, unterstützt. Für die Ethernetangepasste IS1-Variante wurde das CPU & Power-Modul (IS1 CPM) modifiziert. Es besteht jetzt aus zwei separaten Baugruppen: einer Kommunikationseinheit mit PC-ähnlichem Innenleben und einer Versorgungseinheit. Beide Baugruppen bleiben \’hot swap\‘-fähig, können also einzeln im Betrieb unter Spannung in der Zone 1 ausgetauscht werden. Bei den Ein- und Ausgabemodulen hat sich nichts verändert; die bestehenden Ausführungen sowie die BusRail können auch am Ethernet-System verwendet werden. IS1 für Ethernet soll sowohl an einem redundanten Ethernet als auch an einem einfachen Ethernet mit Versorgungsredundanz der CPU-Baugruppe betrieben werden können. Beim Ausfall einer der Anbindungen kann das System binnen 200ms umschalten. Das System ist für den Einsatz in der Zone 1 bzw. Div. 1 ausgelegt. Die Ethernet-Schnittstelle wird mit Lichtwellenleitern herausgeführt, um auch größere Entfernungen zu überbrücken. Als Zündschutzart kommt die sogenannte \’optische Eigensicherheit\‘ zum Einsatz, die als \’op is\‘ in der IEC60079-28 beschrieben ist. Halle 7, Stand E 13