Industrie 4.0 braucht Software-Architekturen für die Echtzeitkommunikation

Grundvoraussetzung für die Industrie-4.0-Realisierung sind Softwarearchitekturen, die Echtzeitkommunikation, Anomalie-Detektion und die Selbstheilung der softwarebasierten Produktionssysteme zulassen. Das ist das zentrale Ergebnis des Symposiums zum Technologieprogramm \’Autonomik für Industrie 4.0\‘. Um die Visionen von flexibler und standortübergreifender Produktion umzusetzen, müssen die Industrie-4.0-Softwarearchitekturen offene und standardisierte Schnittstellen anbieten, wobei IT-Sicherheitsmechanismen für die Kommunikation zwischen den Standorten zum Einsatz kommen sollen. Wie eine solche Architektur aussehen kann, präsentierten auf dem Symposium einige der im Technologieprogramm geförderten Projekte. Bisher herrscht bei der Entwicklung der Softwarearchitekturen ein heterogenes Bild in Bezug auf Technologien und Schnittstellen für unternehmensübergreifende Kommunikation vor. Übergreifendes Ziel sei es, die Komplexität der Architekturen zu reduzieren und Komponenten einheitlicher zu gestalten, so Patrick Nickel von Robert Bosch und Leiter des Förderprojekts CoCoS. Dabei müssen in der Entwicklung der Softwarearchitekturen nicht nur einfache und schnelle Wartbarkeit und Effizienz berücksichtigt werden, sondern insbesondere die funktionale Sicherheit der hochkomplexen Systeme sichergestellt sein. Das Bundeswirtschaftsministerium trägt mit der im November 2014 gestarteten Studie \’IT-Sicherheit für die Industrie 4.0 – Produktion, Produkte, Dienste – von morgen im Zeichen globalisierter Wertschöpfungsketten\‘ zur Erforschung bestehender Sicherheitsrisiken bei. Deren Ergebnisse sollen den Unternehmen helfen sollen, den erhöhten Anforderungen zu begegnen. Auf der Website zum Technologieprogramm erhalten Sie weitere Informationen zum Thema IT-Sicherheit und Softwarearchitekturen in der Industrie 4.0.