Eindeutige Beschreibung
Die Eigenschaften müssen dort so eindeutig beschrieben sein, wie die Eigenschaften einer M12-Schraube. Dafür müssen domänspezifische Sprachelemente genutzt werden, die die einzelnen Funktionen und/oder Prozesse passend und eindeutig beschrieben. Dies ermöglicht eine optimierte Kommunikation zwischen den Gewerken und verhindert Fehler. Es ist so möglich, die Anlage auf einem hohen Abstraktionsniveau zu beschreiben. Gerade wenn komplexe technische Prozesse gesteuert werden, sind aber mehrere iterative Schritte zur bestmöglichen Umsetzung notwendig. Das oben beschriebene Verfahren ermöglicht nun die notwendigen Schritte auf kleine Einheiten zu beschränken. Ist eine optimale Lösung gefunden, können diese Module wie in einem Baukasten zusammen gesteckt werden. Dieses Vorgehen ermöglicht es, einzelne Teilbereiche der Anlage vorab zu simulieren. Diese Simulation kann sich auf einzelne Software-Module beziehen oder auch auf einen ganzen Teilbereich der Anlage. Diese kann so optimal getestet werden. Mögliche Schwachstellen oder Fehler können schon frühzeitig erkannt und behoben werden. Dies spart Zeit und Kosten. Die beschriebene Vorgehensweise ermöglicht weiterhin den Modulbegriff zu erweitern. Software-Module kapseln nun nicht nur reine Software, wie z.B. der beschriebenen E-Mail-Versand, sondern auch mechatronische Funktionen. Ein Software-Modul kann z.B. automatische eingebunden werden wenn eine bestimmte Baugruppe im Steuerungssystem erkannt wird. Sie stellt dann die gesamte Funktionalität zur Verfügung. So sind Varianten eine autonome Ergänzungseinheit, die man im Bedarfsfall dazu bestellt, ohne das am Grundsystem etwas verändert werden müsste.
Fazit
Komplexe Anlagen können nur noch durch Modularisierung entwickelt und verbessert werden. Daher müssen moderne Entwicklungsumgebungen den Modulbegriff auf alle Gewerke erweitern und so ein ganzheitliches modul- und modellbasierendes Engineering ermöglichen. Die Steuerung muss eine beliebige Anzahl von autonomen, d.h. zueinander unabhängigen Programmen bearbeiten können, die über standardisierten Schnittstellen miteinander kommunizieren. Um einen effektiven Nutzen aus der Modularisierung ziehen zu können, müssen Module nicht nur in einer optimalen weise erstellt, sondern auch simuliert werden können. Durch diesen Ansatz können im Anlagenbau Zeit und Kosten gespart, sowie neue Vertriebswege für Module erschlossen werden.
















