Marktspiegel: Pneumatikkomponenten

Die Ventile gehören zu den Basiskomponenten in der Pneumatik. Es gibt eine große Anzahl von Ausführungen. Man kann sie in verschiedene Gruppen unterteilen. Die wichtigsten Vertreter sind die Weg-, Sperr-, Druck-, Strom- und Proportionalventile. Bei den Wegventilen erfolgt die Betätigung je nach Anwendung durch Muskelkraft, mechanisch, pneumatisch oder elektrisch. Als Betätigungsmittel dienen Taster und Rückstellfedern (mechanisch), Knöpfe, Hebel oder Pedale (Muskelkraft) sowie Elektromagneten (elektrisch). Die Sperrventile lassen die Luft nur in eine Richtung durch. Dies geschieht durch Rückschlagventile oder durch Ventile mit Stopp-Funktion. Ein Beispiel für ein Stromventil sind die Drosselventile. Für den Anschluss in doppelt wirkenden Zylindern werden Drosselrückschlagventile für Abluft eingesetzt. Die Steuerung der Abluft bewirkt eine Geschwindigkeitsregelung unabhängig von der Zylinderbelastung. Sie beeinflussen den Volumenstrom. Die Stromventile werden eingesetzt bei Schalthandlungen mit Zeitverzögerung oder wenn es notwendig ist, einen Zylinder langsam auszufahren. Die Druckventile öffnen nur nach Erreichen eines bestimmten Drucks, den die pneumatische Regelung ausübt. Die Umsetzung dieser Funktion erfolgt in Form einer einstellbaren Feder. Diese kann härter oder weicher eingestellt werden. Dies macht man, indem man die Feder weiter zusammenpresst oder sich entspannen lässt. Ein Ventil, wo die Feder schon etwas zusammengepresst ist, kann nur mit viel Kraft noch weiter zusammengepresst werden. Somit muss für einen Schaltvorgang genügend Druck von der pneumatischen Betätigung aufgebracht werden. Antriebe Die Antriebe lassen sich in drei Gruppen unterteilen. Es gibt Zylinder für die geradlinige Bewegung, Zylinder mit Getriebe für Schwenkbewegungen und Druckluftmotoren für rotierende Bewegungen. In der Pneumatik gibt es einfach wirkende und doppelt wirkende Zylinder, d.h. es gibt beidseitig und einseitig mit Druckluft beaufschlagte Zylinder. Bei den einseitig beaufschlagten Zylindern wird die Rückstellung in seine Ausgangsstellung mit einer integrierten Feder bewerkstelligt. Bei der zweiten Variante, den beidseitig beaufschlagten Zylindern, wird der Vor- und Rückhub durch die entsprechende Steuerung des Druckluftstromes umgesetzt. Während es früher nur möglich war, eine Position anzufahren, bieten die heutigen Zylinder die Möglichkeit zwei oder auch mehr als zwei Positionen anzufahren. In der Handhabungs- und Montagetechnik ist es notwendig, Bewegungen in zwei oder drei verschiedene Richtungen auszuführen. In den meisten Fällen kommen mehrere pneumatische Arbeitselemente zum Einsatz. Hier übernehmen Ventilinseln die Verteilung der Druckluft, was zu erheblichen Einsparungen gegenüber einer Einzelmontage führt. Es werden weniger Schlauchverbindungen, Schalldämpfer sowie Druckluftverteiler benötigt. Verwendet man statt einer Einzelverdrahtung eine Ventilinsel mit z.B. Multipolanschluss ist ebenso der Aufwand der elektrischen Anschlusstechnik geringer. (hsc)