Marktübersicht: Schaltkästen

Bei der Gehäuseauswahl möchte man zunächst die passende Größe finden, die zumeist von der Anwendung vorgegeben wird. Lediglich bei absehbaren Erweiterungen darf das Gehäuse etwas größer ausfallen. Die Gehäuseanbieter berücksichtigen dies, indem sie Schaltkästen mit einem erweiterten Umfang hinsichtlich Breite, Höhe und Tiefe zur Verfügung stellen. Gehäusematerial Nach der Größenauswahl folgt die Wahl des Gehäusematerials. Etwa die Hälfte aller aufgeführten Gehäuse in dieser Marktübersicht wird als Kunststoffgehäuse angeboten, der übrige Teil besteht aus Aluminium oder Stahlblech bzw. Edelstahl. Die Metallgehäuse haben den Vorteil einer guten Schirmung, den man bei Kunststoff zumeist nur durch eine leitfähige Beschichtung erreicht. Die Nichtleitfähigkeit der Kunststoffe erweist sich aber auch als Vorteil, da sich eine Erdung erübrigt und die elektrische Isolierung beim internen Aufbau hilft. Während die Metallgehäuse aus Einzelteilen aufgebaut oder geschweißt sind, kann man mit dem Spritzgussverfahren die Grundbestandteile des Kunststoffgehäuses direkt erhalten. Die verwendeten Kunststoffe wie ABS, Polycarbonat, Polyester, Polyamid und Polystyrol unterscheiden sich in vielfältiger Hinsicht. Ein besonderes Merkmal ist die Schlagfestigkeit. Eine sehr hohe Schlagfestigkeit besitzt z.B. Polycarbonat. Schlagfestigkeit ist dabei wörtlich zu nehmen: Ein eigener IK-Code gibt Auskunft darüber, gegenüber welchem mechanischem Schlag – abhängig von Hammergewicht, Schlaghöhe und Schlagenergie – das Gehäuse Schutz bietet. Die genauen Werte sollten Gehäuseanbieter wissen. Die Schaltkästen sind Teil der umfassenden Marktübersicht Industrielle Elektronik-Gehäuse und Schaltschranksysteme. (ghl)