Marktübersicht: Automatisierungssysteme für die Verfahrenstechnik

In unserer Marktübersicht legen wir besonderes Gewicht auf die prozessnahen Komponenten (PNKs) und die Anzeige-/Bedienkomponenten (ABKs) mit ihrer Anbindung in das Gesamtsystem sowie Prozessleitfunktionen hinsichtlich Rezeptverarbeitung, Regelungsfunktionen und Systemoptimierungen. Die Automatisierungssysteme bieten eine Skalierung, so dass Anwendungen unterschiedlicher Größe realisierbar sind. Der maximale Ausbau mit insbesondere prozessnahen Komponenten, der auch von den verwendeten Feldbussen abhängt, zeigt eine grundlegende Einschränkung für den Einsatz auf. In manchen Branchen müssen erhöhte Sicherheitsanforderungen erfüllt werden, die den Verfahrensprozess (FDA-Vorschriften) oder die gesamte Anlagensicherheit betreffen. Zum letztgenannten Fall gehören etwa Emergency-Shutdown-Systeme (ESD) oder Fire&Gas-Systeme (F&G), für die sicherheitsgerichtete prozessnahe Komponenten und zertifizierte Betriebssysteme sowie zertifizierte Engineeringsoftware erforderlich sind. Da die Zuverlässigkeit bei vielen Anwendungen eine wichtige Rolle spielt, kommt es oft zu einer redundanten Auslegung bestimmter Komponenten. Es werden auch fehlersichere- bzw. hochverfügbare Automatisierungssysteme eingesetzt. Die Feldgeräte sind in der Lage Diagnose und Zustandsinformationen zu übertragen und ermöglichen feldnahes Steuern und Regeln. Die Möglichkeit erhöhter Information über den Prozess und die beteiligten Feldgeräte wie E/A-Baugruppen, Antriebe, Pumpen, Ventile usw. bietet die Grundlage für das vielfach anzutreffende Asset Management. Hier werden die wichtigen Informationen so aufbereitet, dass vorbeugende und vorausschauende Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen möglich sind. Das Asset Management ist ein Beispiel für nützliche Zusatzsoftware, die über die reine Prozessautomatisierung hinausgeht. (ghl)