Marktübersicht: Software-Steuerungen mit Sparpotenzial

Diese bieten die Möglichkeit, ein und dieselbe Hardware mehrfach zu nutzen und auf eine separate Embedded-SPS zu verzichten. Neben der Steuerung können dort im Extremfall Visualisierung, Datenbank, Condition Monitoring und MES beheimatet sein. Mit den vorhandenen industriellen Ethernet-Lösungen lassen sich ausreichend viele dezentrale Komponenten und Geräte in harter Echtzeit an das PC-System anbinden. Leistungsfähige Kommunikationstechnologien haben die Bedeutung PC-basierter Steuerungstechnik noch einmal erheblich gesteigert. Aktuelle PC-Hardware kann den Anforderungen der Soft-SPS-Systeme in aller Regel problemlos genügen. Selbst mit Atom-Prozessoren ausgestattete Rechner sind üblicherweise völlig ausreichend. Bei den erforderlichen Standardbetriebssystemen für die Laufzeitsysteme gibt es eine weite Spanne, die von Windows CE über Linux bis hin zu Windows 7 reicht. Manche Anbieter unterstützen auch noch diverse, meist schon in Vergessenheit geratene Dinosaurier wie Dos oder Windows NT. Unter den Anbietern finden sich ebenso die klassischen Steuerungs-Systemanbieter wie auch Unternehmen, die sich auf Software-Steuerungen spezialisiert haben. Wer bis dato ausschließlich auf Steuerungen in klassischer Bauform gesetzt hat, sollte einmal einen Blick auf das Angebot an Soft-SPS-Systemen werfen – es lohnt sich. (mbw)