Maschinenbau stabil Antriebstechnik wächst

Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag im September 2011 um real ein Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Mittwoch in Frankfurt mit. Das Inlandsgeschäft sank um zwei Prozent, das Auslandsgeschäft stieg um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Juli bis September 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von acht Prozent im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Plus von 13 Prozent und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von fünf Prozent. \“Die Bestellungen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau haben im September ihr Vorjahresniveau abermals, wenn auch knapp, um real ein Prozent übertroffen. Der zyklische Prozess der Wachstumsverlangsamung mit kontinuierlich niedrigeren Wachstumsraten setzte sich damit – wie erwartet – fort. Ein deutlicher Rückgang im durch Schulden- und Euro-Krisen belasteten Ordermonat September blieb aus. Die Branche wächst weiter\“, kommentierte VDMA Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis. Deutsche Antriebstechnik erwartet weiteres Wachstum \“Die deutsche Antriebstechnik hat in den Jahren 2010 und 2011 einen rasanten Aufschwung gemeistert\“, erklärte der wieder gewählte Vorsitzende des Fachverbandes Antriebstechnik im VDMA, Robert Schullan von der Schaeffler AG, auf der Mitgliederversammlung des Fachverbandes in Weimar. Nach der weltweiten Wirtschaftskrise, die auch für die deutsche Antriebstechnik einen enormen Umsatzrückgang von 27 Prozent bedeutete, hat die Branche im Jahr 2010 mit einem Wachstum von 11 Prozent 13,6 Milliarden Euro Umsatz erreicht. Für das Jahr 2011 rechnet der Fachverband Antriebstechnik mit deutlichen Umsatz-Steigerungsraten von plus 14 Prozent. Für 2012 erwartet die Antriebstechnik ein weiteres, wenn auch verhaltenes Wachstum von fünf Prozent. Schlüsseltechnologien garantieren Erfolg und Arbeitsplätze Auch die deutsche Antriebstechnik schaut zuversichtlich in die Zukunft. Sie bietet für viele Zukunftsthemen, wie Elektromobilität oder Windkraft, die wettbewerbsrelevanten Schlüsseltechnologien an. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und die Firmen arbeiten bereits an der Kapazitätsgrenze. Der Personalaufbau ist seit Ende 2010 wieder im Gange, die Arbeitszeit auf Spitzenniveau und somit auch der Einsatz von Zeitarbeitern wieder intensiver. Das Flexibilitätsinstrument Zeitarbeit war eine wichtige Stütze für Deutschlands Wirtschaft. Sorge machen jedoch die Materialpreise, die schleppende Materialzulieferung und der nach wie vor bestehende Fachkräftemangel. \“Das Atmen im globalen Auf und Ab der Konjunktur ist gerade in Deutschland, dem High-Tech-Produktionsstandort der Welt, wichtig\“, so Hartmut Rauen, Geschäftsführer des Fachverbands Antriebstechnik. SPS/IPC/Drives 2011: Halle 4A, Stand 641