Maschinenbauer stellen neuen Produktionsrekord auf

Das Jahr 2006 sei für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau deutlich besser gelaufen als erwartet, erklärte Dr. Dieter Brucklacher, Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlaganbau e.V. (VDMA) auf einer Pressekonferenz in Frankfurt. Die Auslandsnachfrage übertraf das hohe Niveau von 2005 um real +14%. Die Bestellungen aus dem Inland stiegen seit einem Jahr und kletterten, wenn auch auf bescheidener Basis, um +21%. \“Damit bewegen wir uns im Inlandsgeschäft endlich wieder auf dem Niveau der Jahre 1990/1991\“, sagte Brucklacher. Die hohe Nachfrage aus dem In- und Ausland sei nur ein Grund dafür, warum die Branche derzeit auf der Erfolgsspur fahre. \“Die eigenen Anstrengungen tragen Früchte\“, erklärte Brucklacher. Laut dem Präsidenten des Verbands haben die Maschinenbauer in den vergangenen Jahren erfolgreich innoviert, flexibilisiert, restrukturiert und optimiert. Das schlage sich in hohen Anteilen von Produkt- und Marktneuheiten nieder. Und es führe über Prozessinnovationen zu einer hohen Produktivität und – durch weniger stark steigende Löhne und Gehälter als bei den europäischen Nachbarn – zu sinkenden Lohnstückkosten. Die Branche habe so ihre internationale Führungsrolle ausbauen können. Produktionsengpässe Die Kapazitätsauslastung liege derzeit im Schnitt bei 90,9%. 38% der deutschen Maschinenbauunternehmen berichten mittlerweile über auslastungsbedingte Produktionsbehinderungen. Mehr als jedes zehnte Unternehmen habe Bedarf an technischen Kapazitäten. Dabei habe die Branche in den letzten drei Jahren ihre eigenen Investitionen bereits um fast ein Viertel ausgeweitet. \“Allein im laufenden Jahr dürften die Ausgaben für Anlageinvestitionen nach Angaben des ifo-Instituts noch einmal um rund 16% zugelegt haben\“, so Brucklacher. Branche schafft Arbeitsplätze Zehn von 100 Unternehmen beklagen einen Mangel an Fachkräften. Im September 2006 zählte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau eine Stammbelegschaft von 883.000 Mitarbeitern. Der Tiefpunkt der Beschäftigtenentwicklung lag im Juni 2005 bei 857.000 Mitarbeitern. Die Stammbelegschaft wurde also seither um rund 25.000 Mitarbeiter aufgestockt. Prognose für 2007 verdoppelt \“Für das kommende Jahr erhöhen wir unsere Prognose vom September von +2 auf 4%\“, erklärte Brucklacher. Zwar rechnet der Verband nach wie vor mit einer wirtschaftlichen Abschwächung in den USA, doch andere Wirtschaftsräume haben an Bedeutung gewonnen und versprechen 2007 weiteres Wachstum. Die lebhafte Nachfrage aus den Rohstoffländern und aus den sich rasant entwickelnden Ländern überlagere laut Brucklacher das ansonsten ausgeprägt zyklische Nachfragemuster der Investitionsgüterindustrie. Auch für Deutschland erwartet der VDMA eine weiter positive Investitionsgüternachfrage. (afs)