Ein offenes System
Angesichts dieser Effekte überrascht es nicht, dass Höfliger die Möglichkeiten von Mind8.Studio noch umfassender nutzen möchte. Das gilt sowohl für die anderen Technologiefelder als auch für andere Gewerke der Konstruktion. Volker Scheub: \“Wir werden auch die Programmierung der Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI; Human Machine Interface) und die Elektrokonstruktion in Mind8.Studio abbilden.\“ Damit erschließt man dann weiteres Optimierungspotenzial und nutzt die Möglichkeiten, die Mind8.Studio als offenes System für die Verknüpfung verschiedener Gewerke bietet. Dr. Marco Litto: \“Die Stärke von Mind8.Studio ist es, mechatronische Funktionsmodule zu definieren, die gewerkeübergreifende Daten zusammenfassen.\“ Diese Möglichkeit wird Höfliger erst jetzt im zweiten Schritt nutzen, weil man soeben auf ein neues E-CAD-System umgestiegen ist. Volker Scheub: \“Wenn Ende 2007 alle Elektrokonstrukteure mit E3 arbeiten, werden wir auch diesen Bereich in Mind8.Studio strukturieren.\“
Auch HMI wird künftig mit Mind8 strukturiert
Auch die Konfiguration des HMI wird künftig mit Hilfe von Mind8.Studio vereinfacht. Volker Scheub: \“Hier geht es weniger um Programmieren als vielmehr um die Konfiguration von Grafik und Daten. Als Visualisierungssystem setzen wir zenOn von Copa-Data ein. Die Konfiguration dieser Benutzerschnittstelle werden wir zukünftig aus dem Mind8.Studio heraus automatisch erzeugen.\“ Dieser Schritt ist umso logischer, als die HMI-Programmierer den Output ihrer Kollegen vom Steuerungsbau als Input nutzen. Diese Entwicklungsabhängigkeiten werden durch Mind8.Studio sauber strukturiert.
Fazit
Inzwischen hat Höfliger umfassendes Know-how bei der Nutzung von Mind8.Studio aufgebaut und einen Baukasten von Funktionen zur Verfügung, der den Konstrukteuren die Arbeit wesentlich erleichtert. Volker Scheub: \“Man benötigt für den Anfang einen Vordenker für die Strukturierung, der sich mit der Software-Architektur auskennt. Wenn diese Voraussetzung gegeben ist, kann man ganz erhebliche Produktivitätsreserven heben, den Faktor \’Time to market\‘ verbessern und zugleich die Qualität optimieren.\“ Das System wird nun sukzessive um weitere Technologiefelder und Gewerke erweitert. Auch an einigen anderen \’Baustellen\‘ arbeitet man noch. So entsteht für die Qualifizierung von Verpackungsmaschinen nach FDA ein hoher Dokumentationsaufwand. Höfliger überlegt daher, auch Teile der sehr umfassenden Dokumentation mit Hilfe von Mind8.Studio vollautomatisch zu erzeugen. Dem Wunsch nach höherer Bedienfreundlichkeit für Projekteure ist die Mind8 GmbH bereits nachgekommen. Dr. Marco Litto: \“Das neueste Release, das wir auf der SPS/IPC/Drives vorstellen, zeichnet sich u.a. durch konfigurierbare Benutzungsschnittstellen aus. Baukastenentwickler erstellen dann nicht nur wiederverwendbare mechatronische Komponenten, sondern gleich auch individuell zugeschnittene grafische Oberflächen, die es den Projekteuren ermöglichen, Baukastenkomponenten intuitiv zu verwenden.\“
















