Neues Steuerungskonzept von Mitsubishi Electric

Mitsubishi Electric wächst weltweit. Wesentlich dazu beigetragen hat der Bereich Factory Automation, der seine Umsätze um zehn Prozent auf 5,6 Mrd.E steigern konnte und damit rund ein Fünftel des Konzernumsatzes von 25,42 Mrd.Euro für sich verbuchte. Parallel dazu sind die Umsätze dieser Sparte auch in Europa zweistellig gewachsen. Sie betrugen 235 Mio.Euro und lagen damit um 11,9% höher als im letzten Geschäftsjahr. \’Wie in den letzten Jahren verzeichnen wir auch in 2007 wieder Umsatzsteigerungen in allen Produktbereichen\‘, lautet die Bilanz von Uwe Mester, Division Manager Sales Central Europe, für das abgelaufene Geschäftsjahr. Mester führt diesen Erfolg auf die positive Resonanz der Kunden auf die neuen Technologien und Gerätegenerationen zurück, die das Unternehmen in den letzten drei Jahren in allen Produktbereichen schrittweise eingeführt hat. \’Die umfangreichen Investitionen in das Produktportfolio haben hervorragende, auf neue Kundenanforderungen abgestimmte Produkte hervorgebracht, wovon das Unternehmen auch in den kommenden Jahren profitieren wird\‘, ist sich Mester sicher. Hervorzuheben seien hier die in Steuerung und Bediengeräte integrierten MES-Funktionen, wie sie derzeit nur von Mitsu­bishi Electric angeboten würden, oder die neue Servo-Generation MR-J3, die in puncto Präzision und Dynamik Maßstäbe setze. Außerdem habe Mitsubishi Electric sein Bediengeräteprogramm stark erweitert, das heute zwei Geräteserien mit fast 100 verschiedenen Modellen für die unterschiedlichsten Automatisierungsanforderungen umfasst. Neues Steuerungskonzept stärkt Lösungs- und Komponentengeschäft Das Unternehmen führt auf der Hannover Messe 2008 mit der \’iQ Plattform\‘ eine neue Technologie in Europa ein, die jetzt auch CNC- und Roboter-Steuerungen auf einer gemeinsamen Plattform verbindet. \’Das integrierte Steuerungskonzept der iQ ist weltweit einzigartig\‘, erklärt Mester. Mit der iQ Plattform sei es möglich, den gesamten Produktionsprozess durch die nahtlose Integration aller Factory Automation Komponenten von Mitsubishi Electric durchgängig über alle Ebenen zu steuern. Zudem sei das System äußerst schnell. Die Kommunikation zwischen den Steuerungen für SPS, Motion Control, CNC und Roboter erfolgt in Echtzeit über den neu entwickelten High-Speed-Rückwandbus. Die Anbindung weiterer Steuerungen lässt sich u.a. über CC-Link IE, das neue offene, Ethernet-basierende Netzwerk mit Gigabit-Technologie, realisieren. Lesen Sie mehr über das neue Steuerungskonzept in einer unserer kommenden Ausgaben. Rekordzahlen bei Kompaktsteuerungen und Frequenzumrichtern Mitsubishi Electric konnte im Jahr 2007 seine Position als weltweiter Marktführer im Bereich Kompaktsteuerungen weiter ausbauen. Das Unternehmen meldete im Oktober, dass es seit Markteinführung der ersten Kompakt-SPS im Jahr 1981 bereits mehr als acht Mio. Kompaktsteuerungen verkauft habe. In Europa betrug der Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr acht Prozent. Aufgrund des weltweit weiter steigenden Bedarfs hat Mitsubishi Electric seine Produktionsanlagen im Werk Himeji/Japan erweitert und ist jetzt in der Lage, mehr als 1,5 Mio CPUs für Kompaktsteuerungen im Jahr zu fertigen. Das Unternehmen erwartet daher, dass schon bald die Neun-Millionen-Grenze überschritten wird. Bei den Kompaktsteuerungen profitiert Mitsubishi Electric von der großen Flexibilität und Modularität der neuen Geräte der FX3U-Serie, die sich auf bis zu 384 E/A erweitern lassen. In Deutschland verspricht sich Mitsubishi Electric zusätzliche Umsatzsteigerungen durch eine Verstärkung seiner Vertriebsaktivitäten im Bereich der Umwelttechnik. Wie bei den Kompaktsteuerungen erreichte Mitsubishi Electric 2007 auch bei den Frequenzumrichtern eine neue Rekordmarke. Seit Markteinführung der ersten Gerätegeneration im Jahr 1985 hat Mitsubishi Electric mehr als 11 Mio. Frequenzumrichter verkauft und ist damit weltweit die Nummer zwei. In Europa konnte der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 15% gesteigert werden. In den Bereichen Servo/Motion und Robotik konnte Mitsubishi Electric ebenfalls zulegen. Hier betrugen die Umsatzsteigerungen 12 bzw. 8%. gegenüber dem Vorjahr. \’Die neue iQ Plattform wird auch im Bereich Robotik weiteres Wachstum bringen\‘, ist sich Peter Mischitz, Leiter Abteilung Marketing Operation, sicher. Denn kein anderer Automatisierungstechnikanbieter sei in der Lage, dem Kunden ein solches Steuerungskonzept einschließlich Roboter anzubieten. Die neue Technik macht es möglich, den Roboter als voll integrierten Bestandteil innerhalb eines Maschinenkonzepts einzubinden. Parallel dazu wird Mitsubishi Electric auch weiterhin den klassischen Systemaufbau bestehend aus Roboter und separater Robotersteuerung anbieten. (hsc)